UrbanMapper: Produktiv auch bei schlechtem Licht

IGI stellt eine neue Version seiner IGI UrbanMapper-Luftbildkamera vor. Das Kamerasystem, das sich aus acht einzelnen Kameramodulen zusammensetzt, beinhaltet jetzt auch die BSI-Technik (Back Side Illuminated). Die Technik der rückwärtigen Belichtung sorgt für bessere Ergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen.

Schrägluftbilder, erstellt mit dem Urban Mapper. Foto: Aerowest

Als IGI vor zwei Jahren die Multiperspektivkamera – IGI UrbanMapper – auf den Markt brachte, war dies eine Sensation. Erstmals wurden mit der auf Mittelformat-Kameras beruhenden Lösung Leistungsbereiche erreicht, die reine Großformatsysteme übertreffen. Aufgrund der Integration von acht Kameramodulen konnten sowohl Senkrechtluftbilder als auch Infrarot- und Schrägluftbilder simultan aufgezeichnet werden. So entstand eine neuartige Großformatlösung, die gleichzeitig Senkrecht-, Schräg- und Infrarotbilder aufnehmen konnte. Damit lassen sich alle Ausgangsdaten für ein qualitativ hochwertiges, texturiertes 3D-Stadtmodell in einem Flug mit einem einzigen Kamerasystem erzeugen.

Der Nachfolger der modularen, großformatigen Multiperspektivkamera – der IGI UrbanMapper-2 –, den das Unternehmen auf dem IGI-UserMeeting und der Intergeo erstmals der Öffentlichkeit zeigt, soll die Produktivität und die Qualität der Aufnahmen nochmals steigern. Der Integrationsspezialist aus Kreuztal entwickelt Sensoren und Software für die mobile Datenerfassung – speziell die Photogrammetrie-Lösungen sind bei Kunden weltweit im Einsatz.

Die Einzelkameras stammen, wie auch beim Vorgängermodell, von Phase One Industrial. In der neuen Version wird dabei das leistungsfähigste Modell, die iXM-RS150F, genutzt. Neben einer höheren Auflösung von 486 Megapixeln, einem erweiterten Erfassungsstreifen sowie der Erstellung von Infrarot-Aufnahmen nutzt die Kamera nun die sogenannte BSI (Back Side Illuminated)-Technik. Die im deutschen auch als rückwärtige Belichtung bekannte Technologie gehört bei den Minisensoren im Handybereich inzwischen zum Standard und ist nun auch bei den integrierten Kameras des IGI UrbanMapper-2 enthalten. Sie sorgt für eine bessere Lichtausbeute der Sensoren und demnach für sehr gute Dynamik bei den Bilddaten. „Damit erreicht man auch bei schwierigeren Lichtverhältnissen optimale Ergebnisse“, sagt Philipp Grimm, Geschäftsführer bei IGI. Das System braucht somit nicht nur weniger Fluglinien, sondern kann auch mehrere Flugstunden in Betrieb sein.

Der Neue Urban Mapper-2. Foto: IGI GmbH

Vier der Module bilden den Nadir- Blick, wobei drei Kameras RGB-Daten erfassen und eine zusätzlich Daten im Infrarot-Bereich. Weitere vier Kameramodule sind nach vorn, rückwärts, nach rechts und nach links ausgerichtet. Die Schrägluftaufnahmen sind bei der Erstellung von 3D-Stadtmodellen nicht nur wichtig für die Erfassung der Fassadentexturen – da die Oblique-Daten heutzutage auch sehr gut und schnell georeferenziert werden können, unterstützen diese auch Vermessungsanwendungen.

Der IGI UrbanMapper-2 ermöglicht auch bei großen Flughöhen Genauigkeiten (GSD) von bis zu 2 Zentimetern. Die Wiederholrate der Aufnahme beträgt 0,5 Sekunden, wodurch auch bei hoher Fluggeschwindigkeit große Überlappungen der Bildaufnahmen realisiert werden können. Mit einer Steigerung der Streifenbreite von über 20 Prozent bietet der IGI UrbanMapper- 2 eine sehr hohe Effizienz. In Deutschland bietet AEROWEST Befliegungen mit dem IGI UrbanMapper an.

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