DDGI spricht sich für Nutzung von Geolokationen bei CoronaApp aus

Der Deutsche Dachverband für Geoinformation (DDGI) fordert den Einsatz von Geolokationen (Ortsdaten wie GPS-Position) bei der Corona-App. Die von der Bundesregierung verfolgte Lösung für die Corona APP basiert lediglich auf Daten der Bluetooth-Technologie. Würden auch die Ortsdaten der App genutzt werden, könnten diese mit weiteren Geoinformationen ausgewertet und so beispielsweise regionale und lokale Differenzierungen gemacht werden, die gezielt zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Epedimie beizutragen sollen, so der DDGI.

Mithilfe von sogenannten CoronaApps sollen zuverlässige und sichere Aussagen zum persönlichen Infektionsrisiko der Nutzer getroffen werden können. Foto: Infas360°

Mithilfe von sogenannten CoronaApps sollen zuverlässige und sichere Aussagen zum persönlichen Infektionsrisiko der Nutzer getroffen werden können. Foto: Infas360°

Hintergrund seien die Fehlerquellen und Störfaktoren, die mit der Bluetooth-Technologie verbunden sei. Dies erhöhe die „Falsch-positiv-Meldungen“, also eine Covid19-Diagnose bei eigentlichen gesunden Menschen, was die Akzeptanz der App in der Bevölkerung auf Dauer beeinträchtigen könnte. Der DDGI vertritt daher die Auffassung, möglichst viele Sensordaten, die die heutigen Smartphones bieten, für die Funktion einer Corona-App zu nutzen. Auch der Deutsche Landkreistag hat sich bereits für die Nutzung von Ortsdaten für die Pandemie-Bekämpfung ausgesprochen, vor allem für die Rückverfolgung von Infektionsketten.

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