Kaufkraft in Deutschland 2020: Corona-Krise prägt Entwicklung

Die Kaufkraftkarte 2020 von Acxiom veranschaulicht die Unterschiede zwischen den Bundesländern. Grafik: Acxiom

Im Jahr 2020 herrscht eine nie dagewesene Ausnahmesituation, deren Auswirkungen auf die Wirtschaft – und damit auch auf die privaten Einkommen – nicht abschließend prognostiziert werden können. Das ist das vorläufige Ergebnis der jährlichen Kaufkraft-Analyse des Datenspezialisten Acxiom. Insgesamt ergab sich für Deutschland eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 23.468 Euro je Einwohner. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 784 Euro.

Die höchste Pro-Kopf-Kaufkraft im Ranking weist das Bundesland Bayern mit einem Wert von 25.497 Euro bzw. 108,6 Indexpunkten (Deutschland=100) auf. Dahinter folgen Hamburg und Baden-Württemberg mit 25.229 bzw. 25.130 Euro pro Kopf. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit einer Kaufkraft von 19.981 Euro und 85,1 Indexpunkten. Das verfügbare Einkommen in Bayern liegt damit um fast ein Viertel über dem von Mecklenburg-Vorpommern.

Acxiom berücksichtigte die Auswirkungen aus dem bisherigen Verlauf der Corona-Krise auf die Einkommenssituation der Haushalte möglichst angemessen bei den Berechnungen der 2020er Kaufkraft. Aus diesem Grund wurde neben der jährlichen Frühjahrs- eine Herbstprognose bei der privaten Kaufkraft im Oktober errechnet. Beide Prognosen orientieren sich dabei an den Prognosen eines der größten deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, dessen Herbstprognose von geringeren Einkommen ausgeht als die Frühjahrsprognose. (jr)

www.acxiom.de