Wie Open-Data beim Klimaschutz unterstützen kann

Wo gibt es den besten Ertrag aus Windkraft- und Solaranlagen? Diese Frage ist für eine möglichst optimale Nutzung der gewonnenen Energie entscheidend bei der Standortauswahl. Forscher der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) haben in diesem Zusammenhang ein „digitales Werkzeug“ entwickelt, um EU-weit die ertragreichsten Standorte für Windkraft- und Solaranlagen zu identifizieren. Das Land Hessen fördert das Projekt mit dem Namen Computer-Aided Renewable Energy Language (CAREL) mit knapp 400.000 Euro. Ergänzt wird die Förderung durch rund 270.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Grundlage für das Projekt sind bereits vorhandene Geodaten, die erstmals durch die seit 2021 europaweit harmonisierten Geodaten (INSPIRE-Richtlinie) zur Verfügung stehen. Diese werden mit bereits entwickelten Open-Source-Algorithmen der Frankfurt UAS für die Identifikation der regional ertragreichsten Wind- und Solarstandorte verbunden.

Das im Rahmen von CAREL entwickelte „digitale Werkzeug“ soll schnell, kostengünstig und transparent die ertragreichsten Standorte ermitteln können. Dazu wird ein generisches Modell zur Übertragung der entwickelten Berechnungsmethodik geschaffen. Große Datenmengen werden durch automatisierte Prozesse in GIS-Laboren verarbeitet und Methoden der Künstlichen Intelligenz angewendet. Durch einen gemeinsamen Austausch mit Praxisanwendern und Forschungseinrichtungen wird zudem sichergestellt, dass die Expertise der Zielgruppen berücksichtigt und eingebunden wird. (jr)

www.digitales-hessen.de