Deutscher Landkreistag fordert besseres Katastrophenwarnsystem mit Digital- und Analog-Technik

Eine schnelle Verbesserung des bestehenden Katastrophenwarnsystems fordert der Deutsche Landkreistag (DLT). Dabei soll vor allem der Mobilfunkdienst Cell Broadcast genutzt werden, bei dem Nachrichten an alle Empfänger innerhalb einer Funkzelle versendet werden, die den Dienst aktiviert haben. „Durch Warn-SMS-Systeme können Bürgerinnen und Bürger standortbasiert und schnell über Gefahrenlagen informiert werden“, so Präsident Landrat Reinhard Sager. Gerade in den ländlichen Räumen mit lückenhaften mobilen Internetverbindungen könne dies die Reichweite der Warnung neben den bestehenden mobilfunkbasierten Lösungen ergänzen. „Alle ansässigen Mobilfunkanbieter müssen dazu verpflichtet werden, sehr zeitnah die Cell-Broadcast-Systeme zu aktivieren“, so Sager. Dabei betont der DLT, dass ein Mix aus allen analogen und digitalen Möglichkeiten alle Bürger erreichen könne. Die Lebenswirklichkeit wie der Ausfall einzelner Netzteile zeige, dass allein digitale Systeme zur Warnung der Bevölkerung nicht ausreichen. Nur die Kombination von Sirenen, Radio und Fernseher, Warn-Apps, Lautsprecheranlagen und -fahrzeugen sowie Warn-SMS führe zum Ziel, erläutert Sager. Der Einsatz analoger Anlagen sei weiter dringlich und das Netz der Sirenen müsse ausgebaut und durch moderne Hochleistungssirenen gestärkt werden. Dazu hat der Deutsche Landkreistag ein Positionspapier zur Katastrophenwarnung erarbeitet.

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