MERViSOFT & Bricsys, Halle 23, Stand A.20

BIM und .dwg für Tiefbau und Geoinformation

MERViSOFT und Bricsys werden auf der INTERGEO an einem Gemeinschaftsstand vertreten sein. Dort stellen die Partnerunternehmen neue Lösungen und Anwendungen für den CAD-Bereich vor.

Die cseTools-Lösung von aRES Datensysteme für den Kanalbau bietet in der Version 2021 zahlreiche Verbesserungen, die ein effizientes und schnelles Arbeiten ermöglichen. Bild: MERViSOFT

Einheitliche Datenformate und Standards sind der Grundbaustein dafür, dass verschiedene Systeme in der Geoinformatik miteinander problemlos kommunizieren können. Insbesondere der Datenaustausch zwischen mehreren Projektbeteiligten benötigt Standards, um die gegenseitige Kompatibilität zu gewährleisten. Für den CAD-Bereich wurde daher im Jahr 2002 die Open Design Alliance (ODA) mit dem Ziel, einen einheitlichen Datenstandard für die Geoinformatik zu entwickeln, gegründet. Mittlerweile hat die ODA rund 1.250 Mitglieder auf der ganzen Welt.

Video-Serie „Applikation trifft BricsCAD”

Die MERViSOFT GmbH, die als Bricsys-Repräsentant für Deutschland tätig ist, stellt in einer Video-Serie verschiedene Applikationen vor, die mit der .dwg-basierten CAD-Software BricsCAD arbeiten. Das Spektrum umfasst die unterschiedlichen Anwendungsgebiete der CAD-Software – vom Maschinenbau über den Tiefbau sowie Garten- und Landschaftsplanung bis hin zum Hochbau inklusive BIM. Links zu den einzelnen Videos sind unter cad-deutschland.de aufgeführt. Auch über die neue Version der cseTools gibt es ein YouTube-Video. (jr)

Eines davon: Bricsys, ein Softwareunternehmen aus Gent, Belgien, welches bei seiner CAD-Lösung BricsCAD vollumfänglich auf den .dwg-Datenstandard setzt. Damit lassen sich entsprechende Dateien in BricsCAD unkompliziert öffnen, unabhängig davon mit welchem Programm sie erstellt wurden. Diese Offenheit von Bricsys führt dazu, dass es inzwischen etliche Branchenlösungen gibt, die auf BricsCAD basieren.

So auch die Lösung cseTools von aRES Datensysteme, welche für die Planung von Kanalbauprojekten konzipiert ist. In der aktuellen Version 2021 haben die Entwickler zahlreiche Neuerungen umgesetzt. Zum Beispiel werden mit der neuen Version auch hochauflösende Bildschirme (4K oder UHD) von cseTools unterstützt. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Geschwindigkeit der Software gelegt. Wichtiger Aspekt hierbei sind Katasterdaten, die immer mächtiger werden. Der Import dieser ALKIS-Daten wurde in der neuen Version deutlich beschleunigt. Und auch an einer weiteren Stelle wurde die Arbeit vereinfacht und beschleunigt: Eine Koordinatentransformation muss jetzt nicht mehr separat für die Fachdaten und die sonstigen Zeichnungsinhalte durchgeführt werden – die gesamte Transformation erfolgt jetzt mit einem Klick. Außerdem wurden wieder eine ganze Reihe Anpassungen an neue Vorschriften, Arbeits- und Merkblätter vorgenommen, damit die Planung fachlich immer auf dem aktuellen Stand ist.

Unterstützung des IFC-Datenaustauschs

Das Konzept Building Information Modeling (BIM) sorgt für die Erstellung eines Digitalen Zwillings in einem Bauprojekt. Dieser leistet wertvolle Dienste von der ersten Planung über die Ausführung bis hin zur Abrechnung der verschiedenen Gewerke. So können auch die Fachplaner der Ingenieurdisziplinen das gleiche Modell verwenden. Und auch im Betrieb ist der Digitale Zwilling vorteilhaft, um Bauwerke effizient zu betreiben, zu unterhalten und ggf. umzubauen. Auch für das BIM-Konzept ist eine Standardisierung sehr wichtig, da sie eine Kompatibilität und Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen erst möglich macht.

Die .dwg-basierte CAD-Software BricsCAD ist Basis für zahlreiche Speziallösungen auch im Tiefbau und in der Geoinformation. Bild: MERViSOFT

BricsCAD setzt hierbei auf das als ISO 16739 normierte Datenschema Industry Foundation Classes (IFC). Auch hier spielt die Interoperabilität eine entscheidende Rolle. Denn mit IFC ist ein Austausch von Daten auch zwischen verschiedenen Software-Lösungen möglich. Das Datenschema beinhaltet Informationen aller am Bauprojekt mitwirkender Disziplinen über den gesamten Lebenszyklus. Die Klassifizierung der Objekte mit BIM geht weit über die rein geometrischen Informationen hinaus, wie sie in einem herkömmlichen Bauplan zu finden sind. So sind auch technische Details enthalten – eine Funktionalität, die gerade für die technischen Gewerke wichtig ist. Aus diesen Gründen wird in immer mehr Projekten auf BIM gesetzt – das Spektrum reicht von der Stadtplanung über den Kanalbau bis hin zur Garten- und Landschaftsplanung.

Nahtlose Zusammenarbeit in der Cloud

Die Kompatibilität und Interoperabilität, die einheitliche und standardisierte Formate ermöglichen, lassen sich nur dann optimal und effizient umsetzen, wenn alle Projektbeteiligten immer die aktuellen Daten zur Verfügung haben. In diesem Zusammenhang bietet BricsCAD mit dem Cloud-Service Bricsys 24/7 eine passende Lösung. Über die kollaborative Plattform können alle Projektbeteiligten auf das BIM-Modell des Projekts zugreifen. Durch den integrierten Viewer ist es dabei nicht einmal notwendig, eine separate BricsCAD-Lizenz installiert zu haben. Der Service bietet zahlreiche Funktionen, die ein kollaboratives Arbeiten komfortabel machen. Dazu zählen: Nutzer- und Zugriffsrechte-Verwaltung, Kommunikation, Aufgabenverwaltung und die Erstellung von Formularen und Berichten.

INTERGEO-Ausblick

Die INTERGEO wird in diesem Jahr als hybrides Event stattfinden. Nach der rein digitalen Veranstaltung im vorigen Jahr können sich in diesem Jahr vom 21. bis zum 23. September Aussteller, Besucher und Konferenzteilnehmer auch wieder persönlich austauschen. Unter der Marke CAD Deutschland werden die MERViSOFT GmbH und das Unternehmen aRES Datensysteme mit einem BricsCAD-Gemeinschaftsstand vertreten sein. Weitere Infos zum Partnerstand und die Möglichkeit, ein kostenfreies Ticket anzufordern, finden sich unter intergeo.cad-deutschland.de. (jr)

www.cad-deutschland.de

www.bricsys.com