TOPO graphics, Halle 23, Stand A.06

Liegenschaftsmanagement, sphärische 360°-Bilder und Masterportal

TOPO graphics zeigt auf der Messe gleich mehrere neue Anwendungen, die bisherige Lücken in den GIS-Landschaften schließen sollen.

Beispiel einer 360°-Darstellung inklusive dazugehörigen Fachinformationen in TGGeoPan360. Damit können Anwendungen wie Facility Management oder Netzinformationssysteme erweitert werden. Foto: TOPO graphics GmbH

Das Unternehmen aus Meckenheim bei Bonn hat sich als ALKIS-Spezialist einen Namen gemacht und bietet mit der TG-ALKIS OFFICE SUITE verschiedene Komponenten zur Nutzung des Liegenschaftskatasters – kurz LIGA – gemäß ALKIS an. Nun ist mit dem Liegenschaftsmanagement eine neue Erweiterung der Suite dazugekommen. Die Anwendung richtet sich an Versorgungsunternehmen, die Vertragswerke rund um Grundstücke und Liegenschaften pflegen müssen.

Dabei geht es um Verträge zu Nutzungen, Gestattungen oder den Eigentumsverhältnissen. „Wir haben nun die Möglichkeit geschaffen, viele Management-Aufgaben zu automatisieren und damit drastisch zu erleichtern“, so Werner Probst, Geschäftsführer der TOPO graphics. Die Anwendung richtet sich auch an Unternehmen, deren GIS-Landschaft auf Esri-Technologie aufbaut. „In diesem Marktumfeld hat sich insbesondere bei Verteilnetzbetreibern der Einsatz von spezialisierten Lösungen für die Liegenschaftsverwaltung noch nicht etabliert“, beschreibt Probst.

Grundlage von LIGA sind TG Office Suite und TGAlkis Buch. Als Erweiterung macht TG LIGA Alkis Buch zur Drehscheibe aller mit dem Flurstück verbundenen Informationen. Die Lösung stellt die Verbindung zum SAP Vertragsmanagement her und generiert einen Hyperlink vom geometrischen Grundstück zur Webseite der SAP-Anwendung mit den jeweiligen Vertragsdaten, die ein Ver- oder Entsorgungsunternehmen mit den Eigentümern unterhält. Durch die Integration wird es möglich, Leitungen gegen Flurstücke zu verschneiden und Grundstücke zu verbinden.

ALKIS-Auskunft über das Masterportal. TOPO graphics hat dazu seine Anwendung ALKIS-Kompakt in das Portal integriert. So soll in Zukunft der Durchgriff auf die kommunalen Daten aus dem Portal möglich sein. Foto: TOPO graphics GmbH

ALKIS-Lösung für das Masterportal

Eine weitere Neuigkeit dreht sich um das Masterportal, ein Webportal, das von verschiedenen Städten betrieben wird und auf Open-Source-Technologie aufbaut. Nun hat TOPO graphics seine TG ALKIS Office Suite an das Masterportal angeschlossen. Das Unternehmen hatte bereits vor einigen Jahren die amtliche Katasterauskunft ALKIS-Kompakt bei den Städten Köln und Remscheid mit implementiert. Die Anwendung wurde nun auch auf das Masterportal portiert. Das Masterportal verfügte bislang nicht über eine Benutzerverwaltung und Rechtevergabe. Dies wurde nun von TOPO graphics als Erweiterung für TG ALKIS Buch realisiert und ermöglicht damit die gezielte und feingranulare Anwendungsnutzung durch verschiedene Benutzergruppen und User. Neben der ALKIS Office Suite wurde zudem auch die TG workbench und TG mobile integriert.

360°-Bild im GIS Datenbestand

TGGeoPan360 nennt sich eine ebenfalls neue Lösung für die Nutzung von sphärischen 360°-Kameras. Mit der webbasierten App können Bilder, die mit handelsüblichen 360°-Kameras aufgenommen werden, bearbeitet und in Kartenanwendungen integriert werden. In TGGeoPan360 enthalten ist ein eigenes WebPortal mit 360°-Viewer und MapClient. Es kann stand alone oder in Verbindung mit einem GIS oder mit TGmobil und der TGWorkbench genutzt werden.

Mit der Lösung können Informationen zu den Objekten in GIS-Lösungen integriert werden. Ein Einsatzgebiet ist beispielsweise ein kommunales Spielplatzkataster, für das Mängel zu den jeweiligen Spielgeräten erfasst werden. „Interessant daran ist, dass die sphärischen Bilder alle Blickrichtungen, also auch die Decke, den Boden und alle Seiten eines Raumes oder des Objektes zeigen“, so die Entwickler von TOPO graphics.

Ein Wartungstechniker kann sich damit auch einen Eindruck des Raumes verschaffen, ohne vor Ort zu sein. Wird das Objekt auf einem mobilen Endgerät angezeigt, richtet sich die Darstellung per magnetischem Kompass immer der Blickrichtung entsprechend aus und zeigt die Wartungsobjekt als Hotspot. Umgekehrt kann die App auch zur mobilen Bestandsaufnahme genutzt werden. Anwendungsbeispiele sind auch Facility Management oder GIS-basiertes Assetmanagement bei Versorgungsunternehmen und Kommunen. (sg)

www.topographics.de