Scalypso

Noch mehr Punktwolken im CAD

Mit Scalypso Mobile werden nun auch 3D-Punktwolken aus der Welt des Mobile Mapping für Planungsprogramme verfügbar gemacht.

Der Scalypso Modeler kann Punktwolken ausdünnen, Funktionen wie Schnittzeichnungen liefern und 3D-Elemente bereitstellen, die in einem CAD-Programm genutzt werden können. Foto: Scalypso

3D-Punktwolken einfach und intuitiv im CAD zu nutzen – das ist die Kernaufgabe des Scalypso Modeler. Das Programm der gleichnamigen Potsdamer Firma dünnt Punktwolken aus, liefert Funktionen wie Schnittzeichnungen oder die Bereitstellung von 3D-Elementen, die dann im CAD-Programm genutzt werden, ohne dass das Programm aufgrund der großen Datenmengen der Punktwolken „in die Knie geht“. Damit hat es das Unternehmen geschafft, für CAD-Nutzer einen komfortablen und intuitiven Zugang zu den 3D-Punktwolken aus ihrer gewohnten Planungsumgebung zu schaffen.

Nun hat Scalypso sein Produktportfolio um Scalypso Mobile erweitert. Das neue eigenständige Programm ist nun auch in der Lage, Punktwolken zu verarbeiten, die von mobilen Sensorsystemen stammen. CAD-Anwender greifen nun auch auf Punktwolken zu, die aus tragbaren Scannern, fahrzeuggebundenen Systemen oder auch von amtlicher Seite stammen, also im wesentlichen DGMs und DOMs auf Basis von flugzeugbasierter Datenerfassung. Sprich, das Programm liefert die Brücke zwischen mobile Mapping und CAD/BIM.

Management von 3D-Punktwolken

Die Produkt- (und auch Unternehmens-) Geschichte von Scalypso hängt aufs Engste mit der Etablierung der 3D-Punktwolken zusammen. Seit den 2000er Jahren programmiert das Unternehmen an Software für das Management von 3D-Punktwolken. Im Jahr 2020 hatten Scalypso und die Allplan GmbH dann das gemeinsam entwickelte Scalypso Plug-In für die Allplan-Software auf den Markt gebracht. Damit wurde die Auswertung der großen Punktwolken auch für die planenden Büros effizient. So kann die Rekonstruktion von Gebäuden aus der Bestandsvermessung (3D-Punktwolken) nach BIM Standards mit Allplan erfolgen.

Doch Scalypso hat seinen Ursprung in der Datenwelt der terrestrischen, statischen 3D-Laserscanner. Heute sind auch mobile Systeme etabliert, bei dem ein GPS-Sensor oder das SLAM-Verfahren für die Orientierung im Raum (Standort der Aufnahme) sorgt. Mobile Mapping hat sich dafür als Oberbegriff etabliert. Darunter werden Systeme subsummiert, die von fahrzeugbezogenen Lösungen bis hin zu tragbaren Kleinscannern reichen. Ergänzt werden diese durch photogrammetrische Systeme, die auch, ähnlich dem Prinzip der Drohnenvermessung, großvolumige Punktwolken generieren können. Mit Mobile Mapping entstehen 3D-Punktwolken, die eine im Vergleich zu den statischen Systemen abweichende Datenstruktur haben. Dafür steht nun Scalypso Mobile zur Verfügung.

Die neue Lösung Scalypso Mobile kann Punktwolken verarbeiten, die von mobilen Sensorsystemen stammen. Damit liefert das Programm die Brücke zwischen mobile Mapping und CAD/BIM. Foto: Scalypso

Scalypso Mobile baut auf denselben Grundprinzipien auf, die schon Scalypso Modeler besitzt. Dieses Tool macht den direkten Import der 3D-Punktwolken in ein CAD-System, wo sie dann erst für Bearbeitungszweck zu reduziert oder ausgedünnt werden, überflüssig. Anstatt dessen werden direkt 3D-Elemente über eine Echtzeitschnittstelle zur Verfügung gestellt, die aus den Ursprungsdaten abgeleitet werden. So können zum Beispiel auch Schnitte durch die Punktwolke oder einfach „nur“ Polylinien exportiert werden.

Somit können auch 3D-Punktwolken von Drohnen oder Gelände- bzw. Oberflächenmodelle der Landesvermessungsämter (Airborne Laserscanning), bearbeitet werden. Für den Import von Punktwolken unterstützt Scalypso Mobile die gängigen Formate E57, LAS, LAZ oder ply, ohne dass dafür eine Konvertierung notwendig ist.

Punktwolken als Geländepunkte

Die in Scalypso Mobile selektierten Punktwolken werden in Allplan als Geländepunkt erkannt. „Hierdurch kann der Bearbeiter ohne Umwege direkt die bekannten Allplan Anwendungen starten und etwa ein Geländemodell berechnen“, sagt Ralf König, Geschäftsführer von Scalypso. Aus diesen Daten können dann Berechnungen etwa für Erdmassenbewegungen mit dem Programm Baugrube mit dem Modul CDS in Allplan durchgeführt werden.

Scalypso Mobile erstellt auch BIM-konforme 3D Gebäudemodellen. Hierzu können horizontale und vertikale Schnittebenen durch die Punktwolke gelegt und über das Plug-In direkt nach Allplan übertragen werden, wo alle Tools zur Erstellung eines Gebäudemodells verfügbar sind.

„Durch diese Arbeitsweise entfällt in dem CAD System die Bearbeitung der gesamten Punktwolke, was enorme Ressourcen verbraucht. Über Scalypso Mobile werden nur die tatsächlich für die Modellierung benötigten Daten bzw. Punktwolken in das CAD-System geladen.

Scalypso Mobile ist ein selbstständiges Programm und kann unabhängig von dem Scalypso Modeler eingesetzt werden. Für Entscheider, die Scalypso Mobile oder Scalypso Modeler testen möchten, steht eine 14-tägige Testversion zum Download bereit.

www.scalypso.com

www.allplan.com