MWM Software & Beratung GmbH

Abrechnung mit System

Die Eggert GmbH, aktiv im Rohrleitungs- und Tiefbau für Energieversorger, Kommunen und kommunale Betriebe, nutzt die Software MWM-Libero von MWM Software & Beratung für eine nachprüfbare Abrechnung ihrer Tätigkeiten.

Erweiterung des Bohrquerschnitts mit einem Aufweitknopf. Foto: Eggert GmbH

Unternehmen und Mitarbeiter im Rohrleitungs- und Tiefbau werden es kennen: obwohl die Trassenführung eines bestimmten Gebiets unbekannt und nicht kartiert ist, müssen hier Arbeiten durchgeführt werden. Dieser Umstand erschwert nicht nur die Arbeit der Unternehmen, er birgt auch Risiken für Strom- und Kanalnetz sowie nicht zuletzt für die Mitarbeiter selbst. Die im münsterländischen Heek ansässige Eggert GmbH nutzt aus diesem Grund sogenannte Georadar-Systeme, welche die Lage von Leitungen unter der Erde zuverlässig kartieren können und damit den Weg für eine risikofrei Verlegung von neuen Leitungen und Kanälen, die Überprüfung bisheriger Pläne sowie die Erkundung von Verlegetrassen vor der Anwendung von grabenlosen Verlegeverfahren ebnen. Zudem zeigt sich der Tiefbauspezialist aus dem Münsterland bei der sogenannten Horizontalbohrtechnik als Pionier. Dafür setzt Eggert vier Anlagen mit einer Zugkraft von 4 bis 18 Tonnen ein.

Wie auch andere Unternehmen aus dem Bereich des Rohrleitungs- und Tiefbaus ist die Eggert GmbH dabei im Sinne der „Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen“ (VOB) dazu verpflichtet, ihre Leistungen durch zum Beispiel Massenberechnungen, Zeichnungen oder andere Belege wie etwa Aufmaße prüfbar nachzuweisen. Daher führte Winfried Leusbrock, Gründer und Geschäftsführer der Eggert GmbH, zeitgleich zur Gründung des Unternehmens im Jahr 2011 die Software MWM-Libero des Bonner Softwarehauses MWM Software & Beratung GmbH ein, welche er bereits von früheren Arbeitgebern kannte und welche unter anderem von der G&W Software AG aus München vertrieben wird.

Erst Angebot, dann Abrechnung

Klar ist: Vor der Abrechnung steht die Angebotserstellung und -bearbeitung. Dafür erhält Eggert vom potenziellen Auftraggeber zwecks Angebotsabgabe eine GAEB-Datei im Format „GAEB DA XML“ mit zugehörigem Leistungsverzeichnis. Dieses liest Lucas Althoff, bei Eggert unter anderem zuständig für die Angebotserstellung, in das Programm MWM-Pisa ein, um ein Angebot zu erstellen. Die Software stellt das Leistungsverzeichnis (LV) dabei mit seinen Positionen und den entsprechenden Kurz- und Langtexten übersichtlich in Tabellenform dar, in die Lucas Althoff wiederum seine Preise eingibt. Zusätzliche, nicht im LV enthaltene Positionen wie beispielsweise der Einsatz eines Georadar-Systems kann der Kalkulator dabei auch nachträglich einfügen. Abschließend schickt Althoff das bepreiste LV schließlich als GAEB-Datei an den Auftraggeber zurück.

Flächensondierung mithilfe eines Bodenradar-Systems. Foto: Eggert GmbH

Wird Eggert der Auftrag erteilt, werden die Daten einfach in MWM-Libero eingelesen. Einzelne Positionen können dann mit den verhandelten Nachlässen angepasst werden. Büroleiter Markus Herick, bei Eggert zuständig für die Abrechnung, erklärt: „Das Programm bietet unter anderem die Möglichkeit, entweder einen prozentualen Nachlass über alle Positionen oder spezielle Nachlässe bei einzelnen Positionen zu hinterlegen. Auch kann ich Skonti – einen Preisnachlass auf den Kaufpreis, den der Verkäufer dem Käufer bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Zahlungsfrist einräumt – extra aufführen.“ Diese flexiblen Möglichkeiten seien für den Büroleiter ein großer Vorteil der MWM-Lösung.

Massenansätze einzelnen Positionen zuordnen

Auf der Baustelle erfasst der Bauleiter mit dem Vertreter des Bauherren die Massenansätze dann entweder auf Papier oder direkt in digitaler Form. Die Massenansätze werden anschließend in MWM-Libero den einzelnen Positionen zugeordnet. Die Daten können darüber hinaus auch per Copy/Paste in den Positionen eingefügt werden. Die Softwarelösung stellt neben dem Eintippen der Daten oder der Handschrifterkennung auch weitere Erfassungsmethoden zur Verfügung: so können die Daten beispielsweise aus REB DA 11-Dateien und aus Excel importiert oder aus Laser-Entfernungsmessern mittels Bluetooth übertragen werden. Auch ist es möglich, das Aufmaß aus Bildern im jpg-Format und Zeichnungen im dxf-Format, aus Querprofilen sowie die Daten aus GPS-basierten Vermessungssystemen zu übernehmen.

Kriterien, denen die Massenansätze neben Positionen zugeordnet werden können, können vom Abrechner dabei gleichzeitig angelegt werden. Die benötigten Berechnungsformeln sind dafür in MWM-Libero selektierbar, wobei immer die zuletzt benutzte Formel vorgeschlagen wird. Auf diese Weise wird das Aufmaß für jeden Beteiligten – und speziell für den Auftraggeber – nachvollziehbar. (jr)

www.mwm.de

www.eggert-rohrleitungsbau.de