Interaktive Rechercheanwendung

Forschungsprojekt erleichtert Zugang zu Drohnendaten

Unbemannte Luftfahrzeuge (Drohnen; UAV) können mit einem geringem personellen und wirtschaftlichen Kostenaufwand Umwelt- und Geodaten aus der Luft aufnehmen. Jedoch bleiben ein öffentlicher Zugang auf diese Drohnendaten sowie die damit verbundene Nachnutzung der Daten oftmals aus. Hier setzt das Projekt OpenDroP (Open Drone Portal) an, das vom Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung der TU Dresden und der PIKOBYTES GmbH Anfang des Jahres erfolgreich abgeschlossen wurde und den Zugang zu diesen Daten künftig erleichtern soll. Das Projekt wurde mit insgesamt 62.000 Euro im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds (mFUND) durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

Die von Drohnen generierten Daten können in vielerlei Gestalt auftauchen: als Luftbild, Videoaufnahme oder 3D-Punktwolke zum Beispiel. Foto: Pixabay/DJI-Agras

Zu Beginn von OpenDroP im Oktober 2020 rückten die Projektpartner die Frage in den Fokus, wie die wachsende Masse an Drohnendaten in ihrer Heterogenität in einer angemessenen Struktur zusammengeführt und nutzergerecht aufgearbeitet werden kann. Weiter sollte ein Datenschema entwickelt werden, durch welches Daten entsprechend abgebildet werden können.

Neben den Projektpartnern PIKOBYTES sowie dem Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung der TU Dresden waren auch das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung, das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen sowie weitere Landesbehörden, Kommunen und Privatunternehmen an OpenDroP beteiligt.

Darstellung via Kartenanwendung

„Mit unserem öffentlichen Demonstrator haben wir unser Projekt erfolgreich abgeschlossen“, betont Matthias Müller, Geschäftsführer von PIKOBYTES. „Das sichtbare Ergebnis ist eine interaktive Rechercheanwendung, in der systematisch nach UAV-Daten gesucht werden kann.“ Zudem helfen zusätzliche Filterfunktionen innerhalb des Portals die Treffermenge z.B. auf Luftbilder, Videoaufnahmen oder 3D-Punktwolken einzugrenzen. Die Ergebnisse werden anschließend auf einer webbasierten Karte eingeblendet, sodass Daten zu einer bestimmten Region leicht identifiziert und gefunden werden können.

Mit der bloßen Bereitstellung der Plattform ist es langfristig noch nicht getan. Zukünftig werden die Initiatoren nach weiteren Interessenten suchen und mit diesen in Kontakt treten, um den konkreten Bedarf zu erfassen und sich daraus entwickelnde Synergieeffekte zu nutzen. Auch weitere UAV-Datenquellen sind für die Forscher von Interesse. Die Vision ist der Aufbau eines Netzwerks, welches gemeinsam die Datenpflege und die Weiterentwicklung der Plattform sicherstellt.

Die im Projekt entwickelte Webanwendung kann anhand eines freien Datensatzes unter https://opendrop.de/application ausprobiert werden. (jr)

www.opendrop.de