Interaktive Karte zur Brückensanierung

Brücken auf Autobahnen und Fernstraßen sind ein wesentlicher Teil einer modernen und leistungsfähigen Infrastruktur. In Deutschland befinden sich viele Bauwerke jedoch in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Eine neue Brückenkarte soll Informationen dazu schnell und einfach liefern.

Die virtuelle Brückenkarte auf der Homepage des BMDV beinhaltet alle wichtigen Informationen und Daten zu Brücken auf Autobahnen und Bundesstraßen. Screenshot: Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV); https://via.bund.de/bast/br/map/

Der Bundesminister für Digitales und Verkehr, Dr. Volker Wissing, hat am 10. März das „Zukunftspaket leistungsfähige Autobahnbrücken“ gemeinsam mit Doris Drescher, Präsidentin des Fernstraßen-Bundesamts, Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, sowie Prof. Markus Oeser, Präsident der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), vorgestellt. Als erfolgreiche Wirtschaftsnation im Herzen Europas benötige Deutschland, so der Minister, eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur. Diese zu schaffen und zu erhalten sei eine Generationenaufgabe. Denn: „Mobilität ist ein gesellschaftliches Grundbedürfnis. Sie steht für Teilhabe, Chancen und Wohlstand. Sie zu erhalten muss daher ein vordringliches Anliegen der Politik sein“, begründet Wissing.

Beim ersten „Brückengipfel“ im Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hatte sich Wissing zunächst vier Stunden lang mit Experten aus Bauwirtschaft, Verwaltung, Ländern sowie Natur- und Umweltschutzverbänden ausgetauscht. Außerdem wurden bei der hybriden Veranstaltung die Ergebnisse der ersten umfassenden Brückenbilanz vorgestellt, die der Bundesminister beauftragt hatte, um auf Basis dieser generellen Bestandsaufnahme konkrete Schritte und Maßnahmen zusammenzufassen und zu bewerten.

Skalierbare Brückenkarte

Sowohl die Brückenbilanz als auch das Zukunftspaket können auf der Homepage des BMDV heruntergeladen werden. Dort finden Interessierte auch eine virtuelle Brückenkarte mit allen wichtigen Daten zu Brücken auf Autobahnen und Bundesstraßen. Die Brückendaten der Bundesfernstraßen, die bisher nur in Tabellenform und grafisch aufbereiteten Statistiken veröffentlicht wurden, werden dabei durch eine neu entwickelte, interaktive Kartendarstellung auf Open Data-Basis ergänzt. Die skalierbare Karte enthält in diesem Zusammenhang alle Brückenbauwerke in der Baulast des Bundes und ermöglicht dem Anwender, interaktiv mit einfacher Menüführung an Informationen zu Bauwerken zu gelangen.

Darüber hinaus kann der Kartenausschnitt über verschiedene Filterfunktionen individuell gesteuert und der einsehbare Inhalt erweitert oder reduziert werden. Ein Suchindex ermöglicht es, Örtlichkeiten, spezifische Begriffe oder Bauwerksnamen zu suchen und entsprechende Bauwerke anzuzeigen. Durch Anklicken eines Bauwerks öffnet sich im Kartenausschnitt ein Fenster mit vier verschiedenen Kategorien, denen gezielt Informationen zur jeweiligen Brücke entnommen werden können. Zusätzlich können alle Bauwerksdaten über einen dafür vorgesehen Export heruntergeladen werden. Somit wird eine weitere Nutzung und Auswertung von Bauwerksdaten ermöglicht. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, sich alle Daten exportieren zu lassen oder die Auswahl durch die Anwendung von Filterfunktionen einzuschränken.

Ziel: Maßnahmen zielgerichtet einleiten

„Unser Land ist auf eine leistungsfähige Infrastruktur angewiesen. Moderne Brücken sind ein ganz wesentlicher Teil davon“, ist sich Wissing der Bedeutung der Brückensanierungen bewusst. „Der Zustand, in dem ich die Infrastruktur bei Amtsübernahme vorgefunden habe, ist nicht zufriedenstellend. Wir wollen nach vorne schauen und zielgerichtet Maßnahmen einleiten und diese zügig und bürgerfreundlich umsetzen, damit unsere Verkehrsinfrastruktur modern und zukunftssicher bleibt.“ Die Maßnahmen für leistungsfähige Autobahnbrücken würden einen Weg aufzeigen, wie mit dieser Zukunftsaufgabe umgegangen werden kann. „Dabei setzen wir neue Prioritäten, um die Modernisierung der Brücken strategisch und in der sinnvollsten Reihenfolge anzugehen“, führt Wissing aus. Dafür würden finanzielle Mittel erhöht und ein Dialog mit allen Beteiligten frühzeitig angegangen werden. „Wir beschleunigen, digitalisieren und vereinfachen Planungen, Verfahren und Abstimmungen. All diese wichtigen Bausteine haben am Ende ein klares Ziel: Wir wollen die Brückensanierung deutlich beschleunigen!“ (jr)

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