Stadt Greifswald führt XPlanung mit VertiGIS ein

Spätestens bis Februar 2023 müssen alle IT-Verfahren im Planungsbereich den Standard XPlanung berücksichtigen. Mit dem Ziel, die Vektordaten des Flächennutzungsplans (FNP) XPlan-konform aufzubereiten, fiel im Sommer 2020 der Startschuss für das Projekt zur Einführung des Standards XPlanung in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald.

Mit dem Thema XPlanung befasst sich das Stadtbauamt schon seit längerer Zeit. Die Mitarbeitenden konnten dabei einige Vorteile nutzen: Insbesondere lag ein gut strukturiertes Datenmodell für den FNP vor. Eine der Hauptanforderungen an die VertiGIS Software war, dass der FNP inklusive seiner Historie in der Planverwaltung von GeoOffice xPlanung abgebildet werden kann.

Im ersten Schritt stand die Vorbereitung der Datenmigration im Vordergrund. Dazu wurden die Quelldaten des alten Datenmodells analysiert und eine Zuordnungstabelle im Excel-Format erstellt. Dabei konnten die einzelnen Features und Featureklassen aus den Quelldaten mithilfe des Objektartenkatalogs der XPlanung vollständig dem Datenmodell XPlanung zugeordnet werden.

Im weiteren Verlauf wurde der Ist-Stand der Daten angefordert, mit GeoOffice xPlanung ein Kartenprojekt aufgebaut und eine FGDB erzeugt, die das gesamte Datenmodell XPlanung abbildet. VertiGIS hat dann den Datenimport in die XPlanungs-Datenbank vorgenommen. Gleichzeitig erhielten alle Mitarbeitenden der Stadt Greifswald Schulungen in die Funktionen und Werkzeuge der VertiGIS Software sowie den Umgang mit Zuordnungstabellen und Objektartenkatalogen. Mit dem erworbenen Fach-Knowhow konnte der gelieferte XPlan-konforme Datensatz erfolgreich auf Datenintegrität geprüft werden.

Inzwischen sind auch die für Greifswald spezifischen Planzeichen des Flächennutzungsplans eingearbeitet. „Somit steht dem produktiven Start nichts mehr im Wege“, sagt Kathrin Raetz vom Stadtbauamt. Dann werden auch in Greifswald die ersten XPlan-konformen Änderungsverfahren eines Flächennutzungsplans vollzogen.

Mit Abschluss des Projekts steht bereits die nächste Herausforderung an. Alle digital vorliegenden Bebauungspläne sollen in einem nächsten Schritt in den Standard XPlanung überführt werden. Damit wird Greifswald einen weiteren wichtigen Schritt ins digitale Zeitalter gehen. (jr)

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