IFAT Munich 2022

Treiber von Umwelt- und Klimaschutz

Wie kann ich nachhaltig mit unseren Ressourcen umgehen? Diese Leitfrage steht im Zentrum der IFAT Munich, die vom 30. Mai bis zum 03. Juni 2022 auf dem Messegelände München stattfinden wird. Das internationale Interesse an der Weltleitmesse für die Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft scheint dabei ungebrochen.

Mehr als 2.500 Aussteller aus 50 Ländern haben sich als Aussteller bei der IFAT Munich 2022 angemeldet. Foto: Messe München GmbH

Rund 2.500 Aussteller aus mehr als 50 Ländern erwartet die Messe München bei der IFAT 2022. „Die Vorbereitungen für die Messe laufen auf Hochtouren, alle 17 Messehallen und ein großer Teil des Freigeländes sind belegt. Das ist eine sehr starke Entwicklung – auch im Vergleich zur Rekordmesse im Jahr 2018“, freut sich Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, die die IFAT ausrichtet. „Wir erhalten darüber hinaus nach wie vor zahlreiche Anfragen.“

Vorgestellt

Die BARTHAUER Software GmbH ist auf der IFAT Munich 2022 mit einem eigenen Stand (B2.153) vertreten und präsentiert neue Entwicklungen rund um BaSYS, der integrativen und skalierbaren Infrastrukturmanagement-Lösung von BARTHAUER. Das zehnköpfige Messeteam, bestehend aus Vertriebs-, Entwicklungs- und Consultingexperten von BARTHAUER, will Interessierte dabei über die Funktionen von BaSYS sowie die vielfältigen Dienstleistungen des Braunschweiger Softwarehauses beraten. Mit dabei ist außerdem das BARTHAUER -Partnerunternehmen DHI.

Unter anderem Starkregengefahrenkarten, Niederschlag-Abfluss-Modelle und Lösungen zur Prävention von Urbanen Sturzfluten, zur Kanalnetzberechnung sowie zur Berechnung von Wasserversorgungsnetzen stellt die Rehm Software GmbH auf der Weltleitmesse für die Wasser-, Abwasser- Abfall- und Rohstoffwirtschaft vor. Um Interessierten einen bestmöglichen Einblick in die vielfältigen Lösungen des Unternehmens zu gewährleisten, wird unter anderem Geschäftsführer Joachim Rehm vor Ort sein.

Innovative Wasserversorgungskonzepte

In Halle A3 an Stand 139/238 stellt die Björnsen Beratende Ingenieure GmbH darüber hinaus Wasserversorgungskonzepte mit integrierten Maßnahmeplänen vor. Diese sorgen dafür, dass die kontinuierliche Instandhaltung, die Erneuerung und der Ausbau des Versorgungsnetzes bedarfsgerecht geplant und rechtzeitig in die Wege geleitet wird. Das vermeide Investitionsstaus, Fehlinvestitionen, Betriebsstörungen und unnötig hohe Betriebskosten, teilt das Unternehmen mit. Anhand von Wasserversorgungskonzepten untersuchen und vergleichen die Björnsen-Experten außerdem die aktuelle und die zukünftige Versorgungssituation. Dabei werden sämtliche technischen Vorschriften ebenso berücksichtigt wie wirtschaftliche Aspekte.

Ein softwaregestütztes Energiemanagement für Wasserversorger präsentiert die FlowChief GmbH an ihrem Stand (Halle C1.440). Dabei will das Unternehmen aus Wendelstein insbesondere die Mehrwerte von softwaregestütztem Energiemanagement am Beispiel von waldwasser, einer Marke des Zweckverbands Wasserversorgung Bayerischer Wald, herausheben. So erfolgt die Übertragung des Trinkwassers aus den Höhen des Bayerischen Waldes beispielsweise sehr effizient – der Verband nutzt dazu das natürliche topologische Gefälle und erzeugt dabei mit den eingebauten Turbinen sogar Strom.

Mit der Einführung eines nach ISO 50.001 zertifizierten Energiemanagements verpflichtete sich waldwasser den Energieverbrauch sukzessive zu reduzieren. Neben den Einsparungen durch die energetische Optimierung reduzieren sich auch die Kosten für die Stromsteuer, da zertifizierte Betriebe diese bis zu 90 Prozent rückerstattet bekommen (sogenannter Spitzenausgleich StromStG § 9b und 10). Die Zertifizierung ist zudem ein Qualitätsmerkmal für die eigene Marke waldwasser. (jr)

Kein Wunder, denn die Dringlichkeit von Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz ist stärker denn je im Bewusstsein der Weltbevölkerung verankert. „Aus diesem Grund bringt die IFAT die internationalen Entscheider, Experten und Marktspieler an einem Ort zusammen, um die großen Herausforderungen gemeinsam anzugehen“, führt Rummel aus.

Etwaige Bedenken bezüglich der nach wie vor anhaltenden Corona-Pandemie hat die Messe München dabei nicht. Denn der Veranstalter hat mit der internationalen IAA MOBILITY sowie den Messen EXPO REAL, productronica und der TrendSet bereits in diesem Jahr bewiesen, dass erfolgreiche Großveranstaltungen unter Pandemiebedingungen möglich sind – und dabei durchaus erfolgreich sein können. „Zudem haben sich die Auflagen seit dem Frühjahr erwartungsgemäß entsprechend der pandemischen Lage weiter entspannt“, so Rummel.

Nachfrage in allen Segmenten

Dabei wurden alle Ausstellungsbereiche gut gebucht, zum Teil war die Nachfrage sogar größer als das Platzangebot. In gewohnter Tradition gestalten zahlreiche nationale und internationale Verbände darüber hinaus das Messeprogramm aktiv mit – sei es als Aussteller, mit Sonderschauten, Live-Demonstrationen, Lösungstouren und/oder Vorträgen.

Auf einen großen Zuspruch stößt außerdem die Start-up-Fläche: „Es ist hochspannend zu sehen, wie groß das Interesse von Start-ups an der Messe ist. Sie brauchen dringend den Zugang zu den Märkten, um ihre innovativen Lösungen in die Welt tragen zu können“, zeigt sich Phillip Eisenmann, Projektleiter de IFAT Munich, erfreut über die Entwicklung. „Und damit spiegeln sie genau den Erfolgsfaktor von Messen allgemein und der IFAT Munich im Besonderen wider: Alle relevanten Marktspieler treffen sich von Angesicht zu Angesicht an einem Ort, bauen ihr Netzwerk aus und treiben ihren Geschäftserfolg voran.“

Eröffnung durch Bundesumweltministerin Steffi Lemke

Eröffnet wird die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft durch Bundesumweltministerin Steffi Lemke und den Bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber am 30. Mai um 11 Uhr im Forum Wasser/Abwasser (Halle C3). Im Anschluss findet eine hochkarätige Podiumsdiskussion mit dem Titel „Wie schafft man Veränderung? Von Aktivismus und Politik zu Lösungen und Auswirkungen für die Umwelt“ statt.

Von nachhaltigem Produktdesign über chemisches Recycling bis hin zum Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien werden im „Forum Abfall / Sekundärstoffe“ (Halle A5) alle Facetten der Abfall- und Rohstoffwirtschaft beleuchtet. Das „Forum Wasser / Abwasser“ (Halle C3) widmet sich unter anderem der wasserbewussten Stadt, dem Abwasser-Monitoring auf Corona, sauberem Trinkwasser und industriellen Wasserkreisläufen. Auf der „Innovation Stage“ (Halle B4), in Konferenzräumen über den Messehallen und im Conference Center North präsentieren Aussteller, Verbände und Partnerinstitutionen Innovationen und diskutieren Themen wie Data Analytics in der Abfallwirtschaft, Entfernung von Microplastik aus Wässern sowie Baustoffrecycling.

Sonderflächen zur Kreislaufwirtschaft

Vier Sonderflächen widmen sich den Potenzialen der Kreislaufwirtschaft: Die „Prozesswelt Kunststoffrecycling“ (Halle B5) veranschaulicht die Etappen des Kunststoff-Recyclings anhand einer Shampoo-Flasche. Best-Practice-Beispiele der Kunststoffbehandlung zeigt „Gelebte Kreislaufwirtschaft – Stoffstrom Kunststoff“ (Halle A6). Die Themenwelt „Kreislaufwirtschaft Mineralik und Nachhaltigkeit im Bauwesen“ (Halle B4) betrachtet, wie Schadstoffe im Hoch- und Tiefbau entsorgt sowie recyclingfähige Baustoffe gesichert und wieder verwendet werden können. „Wasserstoff in und aus der Kreislaufwirtschaft“ (Freigelände) dokumentiert, wie aus Abwasser emissionsfrei Wasserstoff hergestellt wird und wo dieser einsetzbar ist.

Erstmals bietet die IFAT Munich außerdem geführte Lösungstouren zu speziellen Fragestellungen. Jeder Rundgang dauert 60 bis 90 Minuten, beginnt mit einem Impulsvortrag und besucht bis zu fünf Messestände. 16 Themen stehen zur Wahl, darunter Starkregen und Überflutungsvorsorge, Digitalisierung in der Abfallwirtschaft und die wasserbewusste Stadt. Die Plätze sind jeweils auf 25 beschränkt, am besten schon vor der Messe über die Website der IFAT Munich anmelden. (jr)

www.ifat.de