Katastrophenmanagement

CGI Sense360 soll Rettungsteams global unterstützen

Das globale IT- und Business-Consulting-Unternehmen CGI kündigt CGI Sense360 an, eine Cloud-basierte, intelligente Analyseplattform, die Rettungskräften im Katastrophenfall ein ganzheitliches und genaues Lagebild vermittelt. Unter Verwendung umfassender Datenquellen und Augmented Reality stellt die Plattform automatisch aktuelle Lageinformationen bereit, die Organisationen dabei helfen, Rettungsmaßnahmen effizienter zu organisieren und zu beschleunigen.

Durch Cloud-basierte Analyseplattformen wie CGI Sense360 erhalten Rettungskräfte im Katastrophenfall ein ganzheitliches und genaues Lagebild. Foto: AdobeStock / VAKSMANV

Unabhängig davon, ob eine Katastrophe durch natürliche oder menschliche Einflüsse verursacht wird, sind aktuelle Informationen für sichere und erfolgreiche Rettungsmaßnahmen entscheidend. CGI Sense360 erstellt ein ganzheitliches Lagebild einer Katastrophe unter Verwendung von Daten aus einer Vielzahl von Quellen wie Satelliten, Drohnen, Karten, Infrastruktur-, Geo-, Wetter- und Umweltdaten sowie Online-Datenbanken, Blogs und soziale Medien. Das integrierte und sichere Kommunikationssystem der Plattform schafft in Kombination mit dem Einsatz von Augmented Reality, der Verknüpfung von Lifebildern und aufbereiteten Lageinformationen einen visuellen Überblick, der den Einsatzkräften kontextbezogen zur Verfügung gestellt wird und schnellere und sichere Rettungsmaßnahmen ermöglicht.

Die internationale Hilfsorganisation I.S.A.R. (International Search and Rescue) in Deutschland ist ein Projektpartner bei der Konzeption und Entwicklung von CGI Sense360. I.S.A.R. ist von den Vereinten Nationen für internationale Rettungseinsätze zertifiziert. „Wir leisten internationale Hilfe bei humanitären Einsätzen unter anderem nach Naturkatastrophen und Unglücksfällen oder auch in Kriegsgebieten. Für effiziente, schnelle Rettungsmaßnahmen ist dabei die unmittelbare Verfügbarkeit detaillierter Lagebilder und aktueller Daten von entscheidender Bedeutung. Genau diese Informationen kann die neue Cloud-basierte Data-Analytics-Plattform CGI Sense360 bereitstellen“, erklärt Dr. Steven Bayer, Projektkoordinator bei der I.S.A.R.

Die Entwicklung der neuen Lösung wird von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA unterstützt. Die CGI Space Teams in Bochum und Darmstadt arbeiten bereits seit rund 40 Jahren eng und erfolgreich mit der ESA zusammen. Zu den aktuellen Projekten gehört etwa die Entwicklung eines zentralisierten „Pooling and Sharing“-Systems für sichere Satellitenkommunikationsdienste. „Bei Rettungseinsätzen dominieren vielfach immer noch analoge Prozesse. Ein exaktes Lagebild und ein uneingeschränkter Informationsfluss sind jedoch im Krisen- und Katastrophenfall unverzichtbar. Außerdem kommt es auf den Faktor Zeit an“, betont Stefan Wichert, Senior Vice President Germany North bei CGI. „Mit CGI Sense360 bieten wir eine performante, intelligente und sichere Plattform, die diese Kriterien erfüllt. Sie liefert alle benötigten Informationen für zeitkritische Koordinierungen und Hilfsmaßnahmen nahezu in Echtzeit. Wir sehen deshalb ein sehr großes Marktpotenzial für unsere neue Plattform, die die Digitalisierung einen entscheidenden Schritt voranbringt.“

CGI Sense360 wird zunächst zur Unterstützung von Katastrophenrettungsteams entwickelt, zum Beispiel in Kriegsgebieten oder bei Terroranschlägen, Unfällen, Erdbeben, Tsunamis, Überschwemmungen und Waldbränden. Die Plattform ergänzt die weltweiten Lösungen von CGI im Bereich Planungs- und Wiederherstellungsprogramme im Fall von Naturkatastrophen. Dazu gehören die Entwicklung von Kartierungsdiensten für Waldbrände unter Verwendung künstlicher Intelligenz und Weltraumdaten der ESA, die Bereitstellung des Future Flood Forecasting System in England oder die Bereitstellung von Datenmanagementsystemen für die Verwaltung von Wiederherstellungsprogrammen nach Naturkatastrophen in Zusammenarbeit mit US-Bundesstaaten. CGI entwickelt die Lösung CGI Sense360 auch für weitere Einsatzszenarien, die im Notfall ein genaues Lagebild erfordern, etwa für das Militär, die Polizei und Feuerwehren sowie für Organisationen mit kritischer Infrastruktur wie Versorgungsunternehmen, Flughäfen und Containerterminals. (jr)

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