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Home » Fernerkundung » Fernerkundung: T-Systems startet Copernicus Data Space Ecosystem

Home » Fernerkundung » Fernerkundung: T-Systems startet Copernicus Data Space Ecosystem

Fernerkundung: T-Systems startet Copernicus Data Space Ecosystem

  • 25. Jan.. 2023

T-Systems lanciert „eine der größten Datenräume der Welt zur Beobachtung unseres Planeten“, meldet das Unternehmen. Im Auftrag der Europäische Weltraumorganisation ESA verwaltet das Unternehmen Erdbeobachtungsdaten innerhalb des neuen Copernicus Data Space Ecosystem. Die Daten stammen aus allen Regionen der Welt und unterstützen für Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Interessierte bei vielfältigen Aufgaben.

T Systems fungiert als Dienstleistungsanbieter für die ESA. Hintergrund ist mit Copernicus die Erdbeobachtungskomponente des EU-Weltraumprogramms. Diese Komponente wird in Partnerschaft mit der Europäischen Weltraumorganisation durchgeführt. Sie bietet Informationsdienste zum größtmöglichen Nutzen von Wissenschaft, Politik, Industrie und EU-Bürgern.

Das Copernicus Data Space Ecosystem ist nach Angaben von T-Systems eine der größte öffentlichen Plattformen für Erdbeobachtungsdaten der Welt. Sie wird in den nächsten Jahren von derzeit 34 auf mehr als 80 Petabyte anwachsen. Das wird die größte Datensammlung sein, die T-Systems in seinen Rechenzentren verwaltet. Die Öffentlichkeit, darunter mehr als 600.000 bereits registrierte Nutzer, hat ab dem 24. Januar 2023 Zugang zum neuen Copernicus Data Space Ecosystem und den ersten Diensten. Ab Juli 2023 soll der Großteil des Service-Portfolios zur Verfügung stehen, einschließlich eines Marktplatzes, um das Ökosystem mit Daten und Diensten von Drittanbietern weiter auszubauen und die europäische Datenstrategie zu unterstützen.

In dem neuen Copernicus Data Space Ecosystem stellt T-Systems zusammen mit Partnern ab dem 24. Januar Erdbeobachtungsdaten Daten im Umfang von 34 Petabyte zur Verfügung. Die Datenmenge soll sich in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln.
Quelle: T-Systems

Teil des Copernicus-Programms
Die Copernicus Sentinel-Satelliten liefern kontinuierlich Daten zur Erdbeobachtung. Dazu gehören Daten von der gesamten Erdoberfläche sowie von der Erdatmosphäre. Mit entsprechenden Analysen liefern sie aktuelle Informationen über den Zustand der Erde. Die großen Datenmengen können somit für Trendanalysen in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Wissenschaft, Wirtschaft und Politik genutzt werden. Sie dienen unter anderem als Grundlage, um extreme Wettersituationen, klimatische Bedingungen und die Auswirkungen von Naturkatastrophen besser einschätzen oder berichten zu können. Auch Landwirtschaft und Politik profitieren von der 24/7-Erdbeobachtung. Landwirte können nach Angaben von T-Systems sehen, wo und wann Wasser oder Dünger ausgebracht werden muss, um die Erträge zu optimieren. Sie können sehen wie es um die Beschaffenheit des Bodens bestellt ist oder ob die Gefahr eines Insektenbefalls besteht. Die Politik hat eine Datenbasis, um beispielsweise Agrarsubventionen passend zu verteilen.

Nachhaltige Infrastruktur
Für T-Systems ist es wichtig, dass auch die dazugehörige IT-Infrastruktur für die enorme Datenmenge hohen Nachhaltigkeitsstandards genügt. Daher wurde eine „grüne Infrastruktur“ implementiert, deren Strom nach Angaben des Unternehmens fast vollständig aus erneuerbaren Quellen stammt.

T-Systems betreibt bereits seit 2013 Teile der Copernicus-Infrastruktur. Das neue Data Space Ecosystem setzt den Ansatz eines freien und offenen Datenzugangs fort und verbessert die Dienste. Zudem erleichtert es die Zusammenarbeit für alle Nutzer. So wird eines der größten Online-Archive, bestehend aus allen seit 2014 gesammelten Sentinel-Satellitendaten, zur Verfügung gestellt. Neben dem äußerst hohen Datenvolumen bietet es sowohl bestehende als auch eine Vielzahl neuer Tools, zum Beispiel für Sofortanalysen und On-Demand-Verarbeitung. Das Ecosystem wird auf Basis einer Open-Source-Umgebung bereitgestellt. Es erleichtert es Dritten, ihre Anwendungen in das Data Space Ecosystem einzubringen und dort zu betreiben, und zwar mit einer transparenten Verwaltung und ohne jegliche Beschränkungen.
„Die Zukunft der Klimapolitik ist digital. Big Data ist nicht nur ein Werkzeug für Unternehmen, sondern mittlerweile wesentlich für unsere demokratische Gesellschaft und den Klimaschutz. Die Datenplattform der ESA ist der erste Schritt, Daten noch besser für Politik, Gesellschaft und dem Klimaschutz verfügbar zu machen“, sagt T-Systems CEO Adel Al-Saleh.

Der Vertrag hat eine Laufzeit von sechs Jahren. Es besteht die Möglichkeit, ihn auf bis zu zehn Jahre zu verlängern. Der Gesamtwert des Vertrags beläuft sich auf rund 150 Millionen Euro.

Die ersten Dienste starten bereits im Januar 2023 und werden schrittweise eingeführt. T-Systems leitet ein Branchenteam, das Dienste und Innovationen bereitstellt. Es besteht aus europäischen Dienstleistern für Cloud und Erdbeobachtung mit innovativen Lösungen. Die Partner, die sich an diesem Projekt beteiligen, sind: T-Systems (prime), Cloud Ferro, Sinergise, VitoITO, ACRI-ST, DLR und RHEA.
www.telekom.com/de/konzern/themenspecials/digitale-unternehmen
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