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Home » Verkehr » Passantenfrequenzen per Laser messen

Home » Verkehr » Passantenfrequenzen per Laser messen

Passantenfrequenzen per Laser messen

  • 15. Dez.. 2025

Präzise Passantenfrequenzen des Unternehmens hystreet.com können zeigen, wie vital Innenstädte wirklich sind.

Die per Laserscanning erzeugten Daten zeigen, wie sich Menschen und Verkehr tatsächlich durch urbane Räume bewegen und liefern Stadtplanern, Händlern und Investoren eine Grundlage für Entscheidungen. Technische Basis ist eine Mehrlagen-Scanning-Methode (Lidar) der Firma hystreeet.com GmbH aus Köln, die Bewegungen im öffentlichen Raum in Echtzeit erkennt. Personen ab einer Körpergroße von 80 Zentimetern werden nach Angaben des Unternehmens mit einer Genauigkeit von bis zu 98 Prozent erfasst, während das System gleichzeitig Fahrzeuge und Fahrräder klassifiziert. „Die Montage ist flexibel an Gebäuden, Fallrohren oder Geländern in Höhen zwischen fünf und zwanzig Metern möglich und deckt eine Erfassungsbreite von bis zu 30 Metern ab. Damit eignet sich das System sowohl für schmale Einkaufsstraßen als auch für breite Boulevards oder Platzflächen“, sagt Geschäftsführer Julian Aengenvoort. Als Partner arbeitet das 2018 gegründete Unternehmen hystreet.com mit unterschiedlichsten Akteuren zusammen – vom Einzelhandel über Stadtverwaltungen und Shoppingcenter bis hin zu Immobilieneigentümern und Investoren.

Installation eines Laserscanners von hystreet.com auf einem Gebäude. Freie Sicht auf die Passantenströme ist dabei wichtig. Quelle: hystreet.com GmbH

Installation und Datenprüfung

Je nach Standort kann die Installation der Sensoren flexibel angepasst werden: In schmalen Straßen genügt eine geringere Montagehöhe, während bei breiteren Achsen – ab etwa 32 Metern – auch Messungen von zwei gegenüberliegenden Seiten möglich sind. Die veröffentlichten Frequenzwerte beziehen sich dabei grundsätzlich auf die gesamte Straßenbreite, sofern nichts anderes angegeben ist. An einzelnen Standorten, etwa am Berliner Kurfürstendamm (Nordseite) oder an der Düsseldorfer Königsallee (Ostseite), wird gezielt nur eine Straßenseite erfasst – erkennbar an der ergänzenden Himmelsrichtungsangabe. Für eine präzise Erfassung ist entscheidend, dass der Laser freie Sicht auf seinen Messbereich hat. Werden die Messlinien etwa durch Baugerüste, Kräne, temporäre Aufbauten oder dichtes Blattwerk verdeckt, kann dies zu kurzfristigen Abweichungen führen.

Alle Messpunkte werden regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf korrigiert. Ergänzend fließen an allen Standorten aktuelle Wetterinformationen in die Datensätze ein. Ob Sonnenschein, Regen, Nebel, Wind oder Schneefall – die zusätzliche Kontextinformation ermöglicht es, Schwankungen in den Passantenfrequenzen präziser zu interpretieren und witterungsbedingte Effekte von tatsächlichen Verhaltensänderungen zu unterscheiden.

 

Gemeinsame Datenbasis für ganze Innenstädte

Um das Stadtbild einer Stadt zu verstehen, braucht es heute mehr als Eindrücke oder Momentaufnahmen. Erst eine verlässliche Datengrundlage zeigt, wie Innenstädte wirklich funktionieren, also, wann sie leben, wann sie ruhiger werden und welche Faktoren diese Dynamik beeinflussen. Hystreet.com hat eine einheitliche, bundesweiten Datenbasis aus mehr als 350 Standorten geschaffen – darunter in den 50 größten Städten Deutschlands. „Diese Messinfrastruktur ermöglicht eine bisher einmalige Vergleichbarkeit urbaner Räume und eine objektive Auswertung innerstädtischer Bewegungsströme“, so Aengenvoort.

Dadurch entsteht ein faktenbasiertes Bild urbaner Vitalität und die Daten liefern Antworten auf zentrale Fragen vieler Verantwortlicher: Wie verändert sich die Aufenthaltsdauer im Jahresverlauf? Welche Maßnahmen entfalten nachweislich Wirkung? Und in welchen Zeitfenstern lohnt sich zusätzliche Belebung oder Infrastruktur besonders?

Ein Beispiel für eine Messung in der Einkaufsstraße Schildergasse in Köln. Quelle: hystreet.com GmbH

Von Zahlen zu Erkenntnissen

Anders als bei videobasierten Systemen werden keine Bilder oder personenbezogenen Daten erfasst, der Laserscanner registriert ausschließlich Bewegungen im Raum. Jeder ermittelte Datenpunkt beschreibt somit eine anonyme Bewegung, keine Person. Die erfassten Rohdaten werden anschließend verschlüsselt an eine zentrale Cloud-Infrastruktur übertragen, wo sie automatisch ausgewertet und visualisiert werden. So lassen sich Bewegungsströme in Echtzeit analysieren, Tages- und Wochenverläufe vergleichen oder saisonale Entwicklungen nachvollziehen. Städte, Händler oder auch Immobilieninvestoren erhalten dadurch eine objektive, jederzeit nachvollziehbare Entscheidungshilfe, ohne auf Datenschutz verzichten zu müssen. Die gewonnenen Daten lassen sich so auch direkt in Smart-City-Dashboards, Stadt-Apps oder digitale Zwillinge integrieren – per automatisierter API-Übertragung von Datenbank zu Datenbank. So werden sie zu einem wichtigen Baustein moderner Stadtsteuerung – von der Verkehrsplanung über die Müllentsorgung bis hin zur öffentlichen Sicherheit. Wo früher Schätzungen und Intuition dominierten, liefern heute präzise Laserdaten eine objektive Grundlage. Sie machen sichtbar, was in unseren Innenstädten wirklich passiert – und eröffnen damit neue Wege, um Stadtentwicklung, Aufenthaltsqualität und wirtschaftliche Vitalität messbar zu gestalten.

Die Sensoren können in einer Höhe von bis zu 20 Metern installiert werden und decken bis zu 30 Meter Erfassungsbreite ab. Quelle: hystreet.com GmbH

www.hystreet.com

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