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Home » Straßendatenerfassung & Straßenerhaltung » Wie aus einer Datenbank ein Managementsystem wird

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Wie aus einer Datenbank ein Managementsystem wird

  • 12. Mai. 2021

Die Städte Dortmund und Heidelberg setzen die Straßendatenbank GC SIB von GIS Consult für Aufgaben ein, die weit über das Erhaltungsmanagement ihrer Straßen hinausgehen. 

Beispiel für einen perfekten Straßenzustand. Kommunen haben vielfach in ein softwaregestütztes Erhaltungsmanagement investiert, das auch für Anwendungen wie etwa Baustellenmanagement genutzt werden kann. Foto: AdobeStock

Den Zustand kommunaler Straßen in einer speziellen Datenbank abzubilden, ist Status Quo in Kommunen. Daraus jedoch ein prozessorientiertes Managementsystem zu bilden, ist ein Schritt, der nicht nur innovativ ist, sondern die Potenziale einer digitalen Dokumentation erst richtig ausschöpft. So kann eine Baustellenkoordinierung rund um die Straßen umgesetzt werden oder ein komplettes, prozessorientiertes Infrastrukturmanagement realisiert werden. Hier sind Aufgaben inkludiert, die bis hin zur Leistungsabrechnung reichen und dadurch sogar den mobilen Erfassern des Straßenzustands selbst unmittelbar Vorteile verschaffen. Eine Straßendatenbank auf eine solche Entwicklungsstufe zu heben, ist in den Städten Dortmund und Heidelberg geschehen. Beide Projekte sind zwar sehr unterschiedlich, basieren aber beide auf der Lösung GC SIB, der Straßendatenbank des Anbieters GIS Consult GmbH.

Heidelberg koordiniert Baustellen aller Versorgungssparten

In Heidelberg wurde erst vor kurzem die Implementierung für ein digitales Baustellenmanagement abgenommen. Derzeit laufen gerade die Schulungen, was wichtig ist, weil fast alle Akteure damit zu tun haben, die Infrastruktur auf und vor allem unter der Straße betreiben. Zentrales Thema ist die Koordinierung der notwendigen Baustellen.

Entstanden ist in Heidelberg ein Portal mit einer kartenbasierten Darstellung aller geplanten und aktuellen Baustellen – inklusive detaillierter Geometrien der Straßenaufschlüsse und fachlichen Basisinformationen. Dazu gehören verschiedene Stati etwa zu Vorschau, Vorplanung, Ausführungsplanung, Bauvorbereitung, dem Bau selbst, der Baufertigstellung und auch der Gewährleistung.

GC SIB bietet dazu eine Reihe von Features. Innerhalb des Portals ist etwa eine Whiteboardfunktion enthalten, auf der die verschiedenen Akteure ein koordiniertes Vorgehen der Baumaßnahmen diskutieren können. „Alle Informationen sind immer auf dem neuesten Stand, durch die Kartenfunktion auch intuitiv verständlich und werden auch über Benachrichtigungen an die festgelegten Akteure verbreitet“, so Tiefbauamtsleiter Klaus-Peter Hofbauer. Das ist insbesondere für mittelgroße Baustellen wichtig, wo eine Koordination notwendig, aber sehr aufwändig ist. Bisher setzte Heidelberg auf eine rein Excel-basierte Lösung, die fachlich überfordert war.

GIS Consult stellt für den neuen Ansatz mit der GC SIB eine entsprechend flexible und skalierbare Lösung zur Verfügung. Der in Heidelberg verfolgte, erweiterte fachliche Ansatz bietet sich an, da die Lösung „eine wirtschaftlich interessante Lösung ist, die nicht nur die kartographischen Grundlagen für das Baustellenmanagement bietet, sondern auch die notwendigen Werkzeuge für die kommunikative Vernetzung aller betroffenen Fachämter“, so Hofbauer.

Stadt Dortmund realisiert effektive Prozesslandschaft

Auch die Stadt Dortmund baut auf Basis der Straßendatenbank GC SIB ein umfassendes Infrastrukturmanagement auf. Zusätzlich zum Erhaltungsmanagement (1800km Straßennetz) unterstützt das Tiefbauamt damit die mobilen Verkehrssicherheitskontrolleure, die vor allem für die Gewährleistung der Verkehrssicherheit des Straßenbaulastträgers Stadt Dortmund verantwortlich sind.

Hier hat die Stadt die Straßendatenbank umfassend in die Prozesslandschaft eingebunden. So werden die Maßnahmen, die von den mobilen Mitarbeitern vor Ort definiert werden können, in eine zentrale Arbeitsplanung integriert und alle relevanten Prozesse rund um die Beauftragung gleich automatisiert mit erledigt.

„GC SIB ist nicht nur hervorragend dazu geeignet, eine einfache aber durchgängig digitale Dokumentation von Straßenkontrollen mit Ableitung von Schäden durchzuführen, sondern auch die Unterlagen für die Arbeitsvorbereitung bereitzustellen und in Prozesse zu integrieren“, erläutert Frank Ulrich, Fachkoordinator für das Geodatenmanagement in Dortmund. Dies würde auch die Arbeit der Kontrolleure selbst erheblich vereinfachen.

Das Funktionsspektrum von GC SIB gleicht dem eines umfassenden Managements von Infrastrukturprojekten. Damit können, so GIS Consult, vollständige Workflows wie etwa zu einer Baumaßnahme von der Planung über die Dokumentation bis hin zur Leistungsverrechnung und Gewährleistungsüberwachung abgebildet werden. Durch die offene, auf webservices basierende Architektur, lassen sich somit auch klassische Programmsysteme wie Dokumentenmanagement, ePayment oder ERP Systeme anbinden. So lassen sich auch Verwaltungsaufgaben jenseits des Erhaltungsmanagements prozessorientiert abbilden, etwa bei Anträgen für Sondernutzungen oder verkehrsrechtliche Beeinträchtigungen. Oder auch entsprechende Genehmigungen und Gebührenbescheide können teilautomatisiert erstellt werden.

www.tiefbauamt.dortmund.de

www.heidelberg.de

www.gis-consult.de

 

 

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