Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat zwei Veröffentlichungen zum Thema Smart Cities getätigt. Zum einen stellt es 30 Praxisbeispiele für Smart Cities aus Deutschland vor. Dies ist Teil 2 einer Erstveröffentlichung aus 2024, die ebenfalls 30 Projekte gezeigt hatte. Im Teil 2 wird nun ebenfalls gezeigt, wie Kommunen smarte Lösungen für eine nachhaltige und integrierte Stadtentwicklung einsetzen. Ausgewählte Lösungen werden in übersichtlichen Steckbriefen vorgestellt und zentrale Bausteine der Projekte zusammengefasst, beispielsweise Aufwand, adressierte Herausforderungen der Stadtentwicklung und beteiligte Akteure. Begleitet wird die Publikation von einer Storymap, die die gezielte Recherche von Projekten ermöglicht.
Eine weitere Studie untersucht die indirekten regionalwirtschaftlichen Effekte von Smart-City-Maßnahmen im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities (MPSC). Beteiligt waren das Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) und das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE. Herausgeber ist das MPSC. Die Studie fragt, wie diese Wirkungen gegenüber Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft nachvollziehbar begründet werden können. Im Fokus stehen Effekte, die nicht unmittelbar aus Investitionen oder dem Betrieb technischer Systeme entstehen, sondern mittelbar über veränderte Standortfaktoren: etwa Standortattraktivität, Standortimage, Innovationsfähigkeit, digitale Infrastruktur, Kooperationsnetzwerke, Fachkräftesicherung und Ressourceneffizienz. Die Studie zeigt, dass indirekte regionalwirtschaftliche Effekte häufig nur begrenzt messbar sind, für Akzeptanz, Priorisierung und Verstetigung von Smart-City-Projekten jedoch eine zentrale Rolle spielen. Sie bündelt typische Narrative, Wirkpfade und Argumentationsmuster und stellt Kommunen eine praxisorientierte Arbeitshilfe mit Checkliste, Formulierungsbausteinen und Reflexionsfragen bereit.
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