Mit HEAT-X bringt das dai – data analytics institute die Kommunale Wärmeplanung als neuen Anwendungsbereich in das sektorübergreifende Datenökosystem der Energiewirtschaft energy data-X ein. Dadurch werden Geo-, Gebäude-, Energie- und Infrastrukturdaten für die Wärmeplanung mit den Daten und Anwendungen des Stromsektors interoperabel verknüpft. HEAT-X ermöglicht es, kommunale Wärmeplanung von der Großstadt bis zur kleinen Gemeinde auf einer vergleichbaren Datenbasis umzusetzen und regelmäßig fortzuschreiben.
Ausgangspunkt von HEAT-X ist der Geo Data Space Germany mit seiner einheitlichen räumlichen Grundlage aus Adressen, Hauskoordinaten, Gebäuden, Flurstücken, Straßen Siedlungsblöcken und Verwaltungsgebieten. HEAT-X ergänzt diese Basis unter anderem um:
- Gebäudetypen, Baujahresklassen, Nutzungen und Gebäudeflächen
- Wärmebedarf, Wärmeverbrauch, Energieträger und Heizsysteme
- Wärme- und Wärmeliniendichten
- Fernwärme-, Gas- und Stromnetze sowie Netzkapazitäten und Anschlussmöglichkeiten
- Potenziale für Wärmepumpen, Geothermie, Solarthermie, Abwärme und Biomasse
- Haushalts-, Gewerbe- und sozioökonomische Informationen
Über eine gemeinsame räumliche Referenz können Gebäude, Wärmebedarfe, Versorgungsnetze, Wärmequellen und lokale Potenziale miteinander verbunden werden. Kommunen, Stadtwerke, Energieversorger, Netzbetreiber und weitere Beteiligte erhalten damit eine interoperable Grundlage für die Erstellung und laufende Fortschreibung Kommunaler Wärmepläne.
energy data-X entwickelt eine souveräne Dateninfrastruktur, über die Akteure der Energiewirtschaft Daten sicher, selbstbestimmt und standardisiert austauschen können. Das föderierte Konzept ermöglicht es, Daten bei ihren jeweiligen Haltern zu belassen und sie dennoch kontrolliert für gemeinsame Anwendungen bereitzustellen.
HEAT-X und energy data-X verfolgen einen föderierten Ansatz. Es entsteht keine zentrale Datenbank, in der sämtliche Informationen zusammengeführt werden müssen. Daten können bei öffentlichen und privaten Datenhaltern verbleiben und über die Datenraum-Infrastruktur unter definierten Nutzungsbedingungen bereitgestellt werden. Damit verbindet die Kooperation zwei zentrale Aufgaben der Energiewende: die Steuerung eines zunehmend dezentralen Stromsystems und die Transformation der Wärmeversorgung von Gebäuden und Quartieren.

