Bei der Anwendung JoinAddress von WIGeoGIS kann die Basisfunktion für die Lokalisierung von Adressen flexibel in Anwendungen eingebunden werden.
Die Geokodierung, also die Zuordnung von geografischen Koordinaten zu Adressen bzw. umgekehrt, ist eine wichtige Funktion im Kontext der räumlichen Analyse von Daten, die seit Jahrzehnten verfügbar ist. Dennoch gibt es immer wieder technologische Neuerungen und Trends, die dieses Thema weit nach oben auf die Agenda von Geospezialisten bringen. Die Geokodierung ist immer häufiger Teil des Prozesses der Datenerfassung bzw. -veredlung. „Das Thema ist ein echter Dauerbrenner“, sagt Renate Dumberger, Produktmanagerin bei der WIGeoGIS GmbH. Das Unternehmen ist einer der führenden Spezialisten für Geomarketing in Europa.

Beispiel für eine Projekt-
analyse einer Geokodierung.
Foto: WIGeoGIS
Obwohl die bekannten Tools von Google oder Microsoft (Bing) weit verbreitet sind, setzen Unternehmen aus allen Branchen auf die Technologie „JoinAddress Geocoder“ des Spezialisten mit Niederlassungen in München und Wien. Das Unternehmen nutzt dabei die Datenbasis von TomTom, die laut Dumberger „in Europa eine nahezu 100-prozentige Abdeckung und eine sehr konsistente Attributierung“ bietet. OpenStreetMap als kostenfreie Alternative wird zwar immer interessanter, im professionellen Kontext wird sie aber selten genutzt.
Grundsätzlich ist ein steigendes Interesse an der GIS-Kernfunktion zu verzeichnen. Treiber dieser Entwicklung sind Themen wie Datensouveränität, tiefere Integration in Geschäftsprozesse, Individualisierung der Prozesse und Rechtssicherheit.

„Mit der Weiterentwicklung von Daten und Software steigt die Qualität der Verortung von Adressen“, sagt Renate Dumberger, Produktmanagerin bei der WIGeoGIS GmbH.
Geocoder für 70 Staaten adressgenau.
Die JoinAddress Geocoder API bietet alle Möglichkeiten, Adressdaten automatisiert zu validieren und mit Geokoordinaten anzureichern. Für 70 Länder steht eine adressgenau Referenzdatenbank zur Verfügung. Sie ist in Systeme wie CRM, ERP, BI oder GIS integrierbar. Der Geocoder nimmt Eingaben wie Postleitzahl, Ort, Straße und Hausnummer entgegen und liefert geprüfte Adressen samt Geokoordinaten zurück. „Die API ist technologieoffen, unkompliziert in der Wartung und kann individuell konfiguriert werden, beispielsweise für spezielle Länderformate, aus Gründen des Datenschutzes oder unternehmensspezifischer Regeln“, beschreibt Dumberger.
WIGeoGIS entwickelt die Technologie beständig weiter: Jüngst wurden KI-Methoden integriert, um unstrukturierte Daten schneller und besser zu verarbeiten. Daneben stehen stets Sicherheit und vor allem die Qualität der Geokodierung im Fokus. „Mit der Weiterentwicklung von Daten und Software steigt die Qualität der Verortung von Adressen“, sagt Renate Dumberger.
Grundsätzlich kann die Anwendung innerhalb der eigenen Systemlandschaft (On-Premise) oder als webbasierte Schnittstelle genutzt werden. Bei der On-Premise-Variante, die von der Mehrheit der Kunden genutzt wird, stehen die volle Datensouveränität und die nahtlose Integration in bestehende Geschäftsprozesse im Mittelpunkt. „Die Adressen und Ergebnisse verlassen zu keinem Zeitpunkt das Firmennetzwerk. Für Unternehmen mit hochsensiblen Daten ist die Geocoding-API als Inhouse-Installation alternativlos“, sagt Harald Meier, Produktmanager bei WIGeoGIS. Ebenso ist sie ideal für die mengenunabhängige Nutzung, etwa für große Datenmengen oder regelmäßige Batch-Verarbeitung.
Anwendungsbeispiele
Solche Einsatzszenarien lassen sich gut anhand des Einzelhandels oder der Versicherungswirtschaft erläutern. Der filialisierte Einzelhandel benötigt exakte Standortdaten für die Expansionsplanung, während Versicherungen genaue Geokodierungen nutzen, um die Lage von Immobilien in Bezug auf Risiken, wie zum Beispiel Überschwemmungen, zu bewerten. Einige Kunden setzen JoinAddress auch zur Adressvalidierung ein, das heißt, sie überprüfen die Adressdatensätze auf Korrektheit und Vollständigkeit.
Eine große Rückversicherung nutzt die JoinAddress Geocoder API im eigenen Haus zur präzisen Risikobewertung im Underwriting. Dabei wird die geografische Lage von Objekten, etwa Immobilien oder landwirtschaftlichen Flächen, analysiert, um die Eintrittswahrscheinlichkeit von Naturgefahren wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Sturmschäden zu ermitteln. Auf Basis dieser Standortbewertung werden Risikoklassen gebildet und die entsprechenden Versicherungsprämien kalkuliert. Banken wiederum nutzen die JoinAddress Geocoder API, um mehrere Millionen Adressdaten ihrer Kundinnen und Kunden zu geokodieren. Dies bildet die Grundlage für Potenzial- und Marktanalysen. Solche lokalen Installationen im Unternehmen sind ideal, wenn die Verarbeitung hochsensibler Daten sowie großer Datenmengen erforderlich ist.
Innere Sicherheit

„Die Adressen und Ergebnisse verlassen zu keinem Zeitpunkt das Firmennetzwerk. Für Unternehmen mit hochsensiblen Daten ist die Geocoding-API als Inhouse-Installation alternativlos“, sagt Harald Meier, Produktmanager bei WIGeoGIS.
Die Geokodierung findet auch bei der Polizei Anwendung, beispielsweise um Unfallschwerpunkte und Verbrechen zu verorten. Diese ereignen sich nicht immer an einer genauen postalischen Adresse (Autobahn, Parkanlage, Natur) und müssen entsprechend genau verortet werden. Dafür existieren spezielle Daten (wie POIs) und Algorithmen, die eine präzise Verortung dieser Punkte ermöglichen. Es gibt vielfältige Verortungsmethoden, die auf spezifische Bedürfnisse, wie die von Polizei und Rettungsdiensten, zugeschnitten sind.
Zu den typischen Kunden für den Einsatz von JoinAddress als Webservice zählen Beratungsunternehmen, Agenturen oder die Marktforschung. Sie möchten die Adressdaten ihrer Kunden schnell, präzise und ohne Installationsaufwand in geografische Koordinaten überführen, beispielsweise in spezialisierten oder auch regionalen Projekten, bei denen das Adressvolumen überschaubar ist. Dafür ist die Nutzung von JoinAddress als webbasierte Schnittstelle ideal.
Individualisierungsmöglichkeiten
JoinAddress ist keine Black-Box-Technologie. Anhand von Qualitätsparametern ist transparent und nachvollziehbar, wie Adressen verarbeitet werden und Geokodierungsergebnisse zustande kommen. Anwender:innen können demnach auch tief in die Verarbeitungslogik eindringen und Ergebnisse nachvollziehen und verstehen. Im Gegensatz zu Cloud-Lösungen wie Google Maps oder Bing lässt sich JoinAddress daher gezielt an unternehmensspezifische Besonderheiten anpassen. Beispiele hierfür sind die Umsetzung individueller Suchlogik, spezielle Fallback-Szenarien sowie individuelle ID-Zuordnung und getrennte Datenhaltung.
Ebenso führt WIGeoGIS projektspezifische Anpassungen und Entwicklungen durch. So hat das Unternehmen beispielsweise in Kooperation mit der panadress marketing intelligence GmbH eine Variante von JoinAddress, den DataCoder, entwickelt. Dabei werden Adressen mit einer panadress-spezifischen ID (die PAN-ID) vorgehalten. Über die PAN-ID können dann Merkmale aus dem Datenpool von panadress selektiert werden. So wird sichergestellt, dass die Datentöpfe – Kundenadressen und Marktdaten – getrennt bleiben und den aktuell geltenden Datenschutzbestimmungen Rechnung getragen wird.
www.WIGeoGIS.com

WIGeoGIS greift auf eine adressgenaue Referenzdatenbank von 70 Staaten zurück.
Foto: WIGeoGIS

