Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und die Verwaltung für Ländliche Entwicklung in Bayern zeigen auf der Messe INTERGEO, wie präzise virtuelle Abbilder landwirtschaftlicher Flächen, bei deren gezielter Bewirtschaftung, dem Schonen von Ressourcen und einfachen und effizienten Gestaltung der Arbeitsabläufe helfen können. Konkret geht es darum, wie Satellitendaten, Drohnenaufnahmen, KI und Digitale Zwillinge neue Möglichkeiten für Landwirtschaft und Landentwicklung schaffen. Dies werde, so die Ministerien bereits heute in Bayern erfolgreich eingesetzt.
„Mit unserer Präsenz auf der INTERGEO machen wir deutlich: Bayern verbindet modernste Technik mit landwirtschaftlicher Praxis – zum Nutzen unserer Betriebe, unserer ländlichen Räume und unserer Heimat. Moderne Geodaten sind hierzulande kein Zukunftsthema, sondern schon heute ein praktisches Werkzeug im Alltag von Betrieben und Kommunen“, so Landwirtschaftsministerin Kaniber, die auch für die Ländliche Entwicklung zuständig ist. Und weiter sagte sie: „Ob Pflanzenanalyse per Drohne oder Digitale Zwillinge zum Beispiel fürs Planen von Bewässerung oder Kalkulieren von Erträgen – in Bayern stärken digitale Technologien Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung. Der gemeinsame Messeauftritt greift zentrale Ziele des Zukunftsvertrags zur Landwirtschaft in Bayern auf“ so Kaniber.
Moderne Geodaten und digitale Technologien tragen dazu bei, Verwaltungsabläufe zu vereinfachen, Flächen ressourcenschonend zu bewirtschaften und fundierte Entscheidungen für die Entwicklung des ländlichen Raums zu ermöglichen. Die LfL nutzt Fernerkundungsverfahren, um landwirtschaftliche Flächen aus dem All und aus der Luft zu analysieren.
Beispielsweise setzt die LfL am Forschungszentrum für Landwirtschaft in Trockenlagen in Schwarzenau Drohnen mit hochauflösenden Multispektralkameras ein. Die spezialisierten Sensoren ermöglichen unter anderem das Berechnen von Pflanzenhöhen und des Grads der Bodenbedeckung. Durch das Verknüpfen von Satelliten- und Drohnendaten sowie das Nutzen von Künstlicher Intelligenz entstehen aktuelle digitale Informationen für Forschung, Beratung und landwirtschaftliche Praxis.
Auch die Verwaltung für Ländliche Entwicklung nutzt in Pilotprojekten Drohnendaten, um sogenannte Digitale Zwillinge der Landschaft zu erstellen. Das Projekt erprobt neue operative Abläufe: Es prüft, wie sich Daten erfassen, Wege, Hecken und weitere Landschaftsstrukturen mithilfe künstlicher Intelligenz erkennen und die Ergebnisse in bestehende Qualitätsmanagementprozesse integrieren lassen.
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Das Foto zeigt einen Drohnenflug mit einem Multispektralsensor in Nähe des Forschungsstandortes Schwarzenau. Quelle: Johannes Beyer/LfL

