Vialytics, Spezialist für intelligente Straßenmanagementsysteme, ermöglicht mit seiner zentralen Plattform neue Möglichkeiten für das gesamte Infrastrukturmanagement. Das Unternehmen Vialytics, Spezialist für intelligente Straßenmanagementsysteme, hat unternehmerisch eine dynamische Entwicklung vollzogen. Als das Unternehmen 2018 auf den Markt kam, präsentierte es ein System für das Straßenerhaltungsmanagement, bei dem in kommunalen Fahrzeugen installierte Smartphones Daten des Straßenraums aufnahmen, die per KI ausgewertet wurden. Seither sind nicht nur viele neue Kunden (in Deutschland inzwischen über 1000 Kommunen) hinzugekommen, das Unternehmen treibt auch die Technologieentwicklung stark voran. CEO Patrick Glaser erklärte im letzten Jahr noch „unser Ziel ist es, bis ins Jahr 2030 jeden Aspekt des Infrastrukturmanagements in einem System anzubieten“.
Infrastrukturmanagement hat viele Aspekte. Grundsätzlich ist das System darauf ausgerichtet, Straßenzustände und Bestandsdaten (Straßenraum und -inventar) per Smartphone-App im Vorbeifahren zu erfassen. Alle notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung und Unterhaltung der Straßen und Wege werden dann auf Basis einer zentralen Informationsplattform, auf der alle Daten einfließen, geplant. Aus diesem Workflow-Design leiten sich dann verschiedenste neue Aufgaben, Funktionen und Optimierungsmöglichkeiten ab, die viele Aspekte rund um Straßen, Straßeninventar und im Straßenkörper befindliche Leitungsnetze unterstützen kann.
Neue Wege im Gewährleistungsmanagement
Einer dieser damit adressierten Themen ist das Gewährleistungsmanagement im Straßenbau. Baumaßnahmen im kommunalen Straßenbau sind regelmäßig mit Gewährleistungsfristen verbunden. Für Städte und Gemeinden bedeutet das: Schäden, die innerhalb dieser Frist auftreten, müssen vom ausführenden Unternehmen behoben werden. Ein strukturiertes Gewährleistungsmanagement im Straßenbau hilft Kommunen, diese Ansprüche rechtzeitig zu prüfen und durchzusetzen.
In der Praxis stellt genau das viele Verwaltungen vor Herausforderungen. Bauunterlagen, Abnahmeprotokolle und Fotodokumentationen liegen häufig in unterschiedlichen Ordnern, E-Mail-Postfächern oder Excel-Listen. Bei zahlreichen parallel laufenden Maßnahmen wird es schwierig, den Überblick über Fristen, Zuständigkeiten und Dokumentationen zu behalten.

Im Vialytics-System werden die Daten im Feld gesammelt und zentral gebündelt. Damit lassen sich viele Aufgaben rund um den Lebenszyklus von Straßen unterstützen. Quelle: Vialytics GmbH
Hier setzt das vialytics System an. Als digitales Straßenmanagementsystem bündelt es Informationen zu Infrastrukturmaßnahmen zentral in einer Plattform. Extern vergebene Baumaßnahmen können strukturiert erfasst und mit relevanten Unterlagen hinterlegt werden. „Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Übersicht über Projekte, Fristen und Verantwortlichkeiten“, sagt Glaser.
Warum Gewährleistungsmanagement im Straßenbau wichtig ist
Bei Bauleistungen gelten klare Gewährleistungsfristen. Im öffentlichen Bauwesen wird häufig nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/B) vergeben. In vielen Fällen beträgt die Gewährleistungsfrist vier Jahre nach der Bauabnahme. Bei Verträgen nach Bürgerlichem Gesetzbuch können auch fünf Jahre gelten. Innerhalb dieses Zeitraums müssen Mängel dokumentiert und gemeldet werden.
Im vialytics System lassen sich Gewährleistungsfristen direkt mit einer Baumaßnahme verknüpfen. Automatische Erinnerungen informieren rechtzeitig darüber, wann eine Nachprüfung erfolgen sollte. „Kommunen behalten dadurch auch bei vielen parallelen Projekten den Überblick über ihre Ansprüche“, sagt Glaser.
Typische Herausforderungen
In vielen Verwaltungen liegen Fotos, Bauunterlagen und Abnahmeprotokolle in unterschiedlichen Ablagestrukturen. Ohne zentrale Dokumentation ist es schwierig, später nachvollziehen zu können, welche Arbeiten durchgeführt wurden und welche Ausgangssituation bestand.

Zu einzelnen Maßnahmen wie Aufgrabungen im Straßenraum werden Informationen wie auch Fotos gebündelt und geben so eine Übersicht. Quelle: Vialytics GmbH
Mit dem vialytics System lassen sich diese Informationen dagegen zentral bündeln. Bauanträge, Planunterlagen, Aufträge und Fotodokumentationen werden direkt einer Maßnahme zugeordnet und bleiben langfristig verfügbar. Auch Lagepläne und Vorher-Nachher-Bilder können hinterlegt werden.
Das System ermöglicht es Kommunen also, Baumaßnahmen übersichtlich zu dokumentieren. Im vialytics System erhält jede Maßnahme eine strukturierte Dokumentation mit Frist, Kategorie und Beweisdaten. Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Historie der Baumaßnahme. Treten Schäden auf, stehen Fotos, Lagepläne und Bauunterlagen unmittelbar zur Verfügung. „Diese Dokumentation erleichtert es, Gewährleistungsansprüche gegenüber dem ausführenden Unternehmen strukturiert geltend zu machen“, so Glaser.
Auch Kommunen berichten von spürbaren Verbesserungen im Arbeitsalltag. So beschreibt ein Straßenkontrolleur der Stadt Schwäbisch Gmünd die Umstellung auf ein digitales System: „Seit wir das System mit den automatischen Erinnerungen nutzen, ist das eine brutale Erleichterung – alles läuft digital, kein Papierchaos mehr und wir haben die Fristen sauber im Blick.“
Ein weiteres Problem ist das Fristenmanagement im Arbeitsalltag. Werden Fristen nur über Outlook-Erinnerungen oder Excel-Listen verwaltet, können wichtige Nachprüfungen übersehen werden. Im vialytics System werden Gewährleistungsfristen automatisch überwacht, sodass Ansprüche nicht unbemerkt verjähren. Auch Personalwechsel können zu Informationsverlust führen. „Eine zentrale Plattform wie vialytics stellt sicher, dass alle relevanten Daten dauerhaft dokumentiert bleiben und für zuständige Mitarbeitende jederzeit abrufbar sind“, so Glaser.
