Der Hackerangriff auf die rumänische Katasterbehörde ANCPI aus dem Juli und der folgende Ausfall vieler Fachverfahren, vor allem in der Immobilienwirtschaft, hat wie viele andere Vorfälle die zunehmende Bedeutung der Cybersicherheit für die kommunale Verwaltung im Allgemeinen und für die Geodaten im Besonderen gezeigt. Vorgaben wie die NIS-2-Richtlinie und BSI-Grundschutzstandards erhöhen den Handlungsdruck auf Vermessungs-, Kataster- und Geoinformationsverwaltungen. Hinzu kommen steigende Erwartungen an Verfügbarkeit, Resilienz und digitale Souveränität. Nun hat das Unternehmen VertiGIS, marktführend unter anderem im Bereich von Katastersoftware, das Whitepaper „IT-Sicherheit und Basisabsicherung für Geobasisdaten“ herausgegeben. Darin fasst es relevante Anforderungen zusammen und gibt Anregungen für die Weiterentwicklung von Sicherheits- und Betriebsmodellen.
Informationssicherheit kann demnach nicht mehr ausschließlich als technische Aufgabe verstanden werden. Entscheidend sind für VertiGIS zunehmend ganzheitliche Sicherheits- und Betriebskonzepte, die neben präventiven Maßnahmen auch den Umgang mit Störungen und Krisensituationen berücksichtigen. Dazu gehören resiliente Infrastrukturen, Redundanzkonzepte sowie klar definierte Wiederanlauf- und Notfallprozesse.

Mit dem Whitepaper möchte VertiGIS Vermessungs- und Katasterverwaltungen vor allem bei der strategischen Ausrichtung ihrer Fachverfahren, IT-Systeme und Betriebsmodelle unterstützen. Quelle: VertiGIS
Das Whitepaper von VertiGIS beleuchtet die wichtigsten regulatorischen Rahmenbedingungen und zeigt auf, welche Handlungsfelder für den sicheren Betrieb geodatenbasierter Fachverfahren an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig werden moderne Betriebsmodelle vorgestellt, die Verwaltungen dabei unterstützen können, steigende Sicherheitsanforderungen trotz begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen umzusetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf standardisierten und skalierbaren Betriebsansätzen. Diese können dazu beitragen, Risiken zu reduzieren, Betriebsprozesse zu vereinfachen und die langfristige Verfügbarkeit geodatenbasierter Lösungen sicherzustellen. In diesem Zusammenhang können auch cloudbasierte Betriebsmodelle wie die LM Cloud als Teil eines ganzheitlichen technischen und organisatorischen Sicherheitskonzepts verstanden werden.
Mit dem Whitepaper möchte VertiGIS die aktuelle Diskussion über zukunftsfähige Sicherheits- und Betriebskonzepte für Geodateninfrastrukturen weiter vorantreiben und insbesondere Vermessungs- und Katasterverwaltungen bei der strategischen Ausrichtung ihrer Fachverfahren, IT-Systeme und Betriebsmodelle unterstützen.
