Die Vorarlberger Energienetze GmbH (vorarlberg netz), ein Tochterunternehmen der illwerke vkw AG, wechselt bei der dritten Generation ihres Geoinformationssystems (GIS3) auf Basis der VertiGIS Produkte. Die erste Generation entwickelte sich um 1987 und wurde 1995 um kommunale GIS-Dienstleistungen erweitert. Heute betreut das Unternehmen rund 126.000 Strom- und Gas-Hausanschlüsse und unterstützt als GIS-Dienstleister über 80 Kunden. Die bewährte Basis-Software befindet sich am Ende des Lebenszyklus und muss bis spätestens 2028 abgelöst werden. Hohe Anforderungen an Datenintegrität, laufende Groß-Projekte und der sichere Übergang in die neue Umgebung erhöhen die Komplexität.
Im Vorprojekt „Upgrade Geoinformationssysteme“ wurde eine Testumgebung mit ArcGIS Enterprise, VertiGIS Studio und VertiGIS Networks eingerichtet, Funktionen verglichen sowie Migrationstests und Datenvalidierungen für verschiedene Sparten durchgeführt. GIS3 vereint bisher getrennte Bausteine wie Web-, Mobile- und Editor-Anwendungen sowie die Anbindung an VertiGIS FM in einer durchgängigen Umgebung. Ein standardisiertes Datenmodell für Strom, Gas, Telekommunikation, Nahwärme, Wasser und Abwasser erleichtert die Abbildung komplexer Netzbereiche und soll künftig den Erfassungsprozess vereinfachen. Ziel ist ein reibungsloser Übergang bis spätestens 2028 – abhängig von der finalen Verfügbarkeit der Produkt- und Datenmodell-Bausteine. Perspektivisch sollte die GIS3-Plattform durch KI-unterstützte Automatisierung in der Erfassung und Entwicklung ergänzt werden. Erste Schritte könnten in der Generalisierung und Bemaßung gesetzt werden. Auch im Bereich KI-Datenrecherche, Reality-Capture-Workflows sowie 3D- und IoT-Themen sieht vorarlberg netz großes Potenzial.

