VertiGIS launcht mit VertiGIS Neo ein neues Paradigma für die Transformation von GIS hin zu einer Cloud-basierten, integrierten Unternehmensanwendung.
Die Software ist bereit, sind es die Kunden auch? Solche Sätze hört man in der IT-Welt gerade in den letzten Jahren immer wieder. Die KI hat zu einer Explosion neuer Produkte, Strategien und Ansätze geführt, die nicht nur die Internetsuche revolutionieren. Große Sprachmodelle (LLMs) können offenbar denken. Sie schaffen, so viel ist heute schon klar, ein neues Wissensmanagement für das 21. Jahrhundert. Die Welt der Unternehmensanwendungen hat diese Dimensionen längst erkannt und ist bereits in der Lage, das Potenzial in praktischen Wert umzusetzen. Nur: Die Anwender müssen mitziehen. Ohne den Mut zum Neudenken wird es in der Praxis nicht erfolgreich werden.
„Wir sind bereit, unsere Kunden können jederzeit auf den Zug aufspringen”, sagt Drew Millen, CTO des weltweit tätigen GIS-Unternehmens VertiGIS. Das Unternehmen hat im Sommer seinen neuen Ansatz namens VertiGIS Neo vorgestellt. Nun sind die neuen Lösungen für den Einsatz in nahezu allen Anwendungsfeldern und Branchen fertig, in denen raumbezogene Daten eine große Rolle spielen.

„Zeige mir alle Wasserleitungen, die vor 1950 installiert wurden und sich im Umkreis von 150 Metern um Schulen befinden.“ (Beispiel eines AI-Assistenten bei einer GIS-Abfrage in VertiGIS Neo). Quelle: VertiGIS
Zeitenwende auch bei GIS
VertiGIS Neo markiert aus Sicht des Herstellers einen tiefgreifenden Wandel, wie räumliches Asset Management in der Praxis umgesetzt wird. „VertiGIS Neo basiert auf drei Säulen: Industrie-fokussierte Applikationen, Cloud und KI”, sagt Gerald Kreuwel, General Manager Utilities EMEA. Der Infrastruktursektor, einschließlich Versorgungsunternehmen und Telekommunikation, ist der weltweit wichtigste Anwendungsbereich des Unternehmens.
Neu bei VertiGIS Neo sind beispielsweise eine dynamische Attributanalyse mit Abfragen in natürlicher Sprache, Sprachsteuerungsschnittstellen für Kartenabfragen sowie eine automatische Inspektion von Anlagen und Schadensbewertung mittels Bilderkennung. Ein Beispiel für eine Sprachsteuerung im GIS ist der „Eingabebefehl“: „Zeige mir alle Wasserleitungen, die vor 1950 installiert wurden und sich im Umkreis von 150 Metern um Schulen befinden.“ Benutzer:innen können aus einfachen Textbefehlen Arbeitsabläufe generieren oder die Digitalisierung von Papierformularen automatisieren. VertiGIS bezeichnet dies als „Neo KI Assistents“, deren Einsatz bei Bedienung, Eingabe und Interaktion mit der Software im Kontext von Unternehmensanwendungen gerade erst beginnt. Sie ist eine von drei Ebenen, auf denen sich die neuen Ansätze, die im Wesentlichen aus KI- und Cloud-Technologie gewonnen wurden, in der Anwendungswelt vergegenständlichen.
Eine weitere Ebene für innovative Ansätze ist die Programmentwicklung selbst. VertiGIS Neo soll nicht nur die Daten und Applikationen selbst, sondern auch den Rollout der Anwendung, deren Implementierung, die Inbetriebnahme sowie Wartung und Services – also alle Phasen des Lebenszyklus der Software – beschleunigen. VertiGIS betont dabei die Rolle der KI für Anwendungsentwickler, wobei der Technologie-Stack von VertiGIS breit gefächert ist. Neben der Esri-Technologie als Kernsäule verfolgt VertiGIS auch einen agnostischen Ansatz bei der Integration von LLMs.

Gerald Kreuwel, General Manager Utilities EMEA bei VertiGIS: „VertiGIS Neo basiert auf drei Säulen: Industrie-fokussierten Applikationen, Cloud und KI.“ Quelle: VertiGIS
Übergreifendes Konzept
VertiGIS Neo ist keine Nachfolger eines bestehenden Produkts, sondern eine Plattform, die moderne Web- und mobile Anwendungen ermöglicht. Sie enthält die einzelnen Lösungen VertiGIS Studio, VertiGIS Networks, VertiGIS ConnectMaster und VertiGIS FM. Mit anderen Worten: VertiGIS Neo ist ein übergreifendes Framework, dessen einzelne Lösungen integrierte und benutzerfreundliche GIS-Funktionen bereitstellen.
VertiGIS spricht in diesem Zusammenhang von „industry insight” und meint damit eine kundenorientierte Sichtweise bei der Entwicklung vertikaler Lösungen. Diese haben die Aufgabe, die innovativen Möglichkeiten von KI, neuen Daten und Cloud-Infrastruktur zu nutzen. Das heißt vor allem, die KI innerhalb von Prozessen, Workflows und Anwendungen in Wert zu setzen.
Für VertiGIS ist es daher wichtig, die verschiedenen Aspekte der Prozess-Workflows zu benennen, auf die sich die neue Lösung auswirkt. „Bei VertiGIS geht es uns nicht um KI der KI willen. Unser Fokus liegt auf KI, die beispiellose Produktivitätssteigerungen in drei klaren Dimensionen liefert – jede davon adressiert reale Herausforderungen, mit denen unsere Kunden täglich konfrontiert sind“, sagt Millen.
Dazu zählen KI-gestützte Assistenten, die sowohl die Produktivität und die Barrierefreiheit bei den täglich genutzten Anwendungen als auch die Anwendungsentwickler:innen bei der Konfiguration der Anwendungen verbessern. Als dritte Ebene nennt der Hersteller die Prozessumgestaltung. „Dabei werden die gesamten Geschäftsprozesse überprüft und ineffiziente Arbeitsabläufe und manuelle Schritte durch KI ersetzt, um die Effizienz des Unternehmens drastisch zu steigern“, beschreibt Millen.
Über KI-Assistenten hinaus hat VertiGIS auch die Zukunft der agentenbasierten KI mit MCP-Architektur (Model Context Protocol) im Blick. „Dadurch könnten Kunden mit ihren bevorzugten KI-Agenten wie Gemini, Claude oder ChatGPT eine Verbindung zur VertiGIS-Software herstellen“, beschreibt Millen.
Experten gehen davon aus, dass in naher Zukunft sehr viele Routinetätigkeiten innerhalb von Geschäftsprozessen von solchen „agentischen KIs” ausgeführt werden. VertiGIS Neo zielt darauf ab, dass diese Optimierungspotenziale auch für GIS-User ausgeschöpft werden können.

Drew Millen, CTO bei VertiGIS: „Neue Datenmodelle, mobile Anwendungen und KI-gesteuerte Funktionen verwandeln digitale Zwillinge und GIS-Lösungen in leistungsstarke Systeme.“ Quelle: VertiGIS
Cloud-Technologie als integraler Bestandteil
Zur Erreichung der notwendigen betrieblichen Flexibilität ist die Cloud-Technologie entscheidend. VertiGIS Neo bietet drei Bereitstellungsmodelle für die Cloud: Mit Cloud Managed Services wird die gesamte Anwendungsinfrastruktur vollständig von VertiGIS aufgebaut und gewartet.
Das Modell Private Cloud zum Zweiten zielt auf eine schlüsselfertige Bereitstellung in Kundenumgebungen mit vorgegebenen Hardware- und Containerlösungen ab. Bei der Hybrid Cloud zum Dritten können Kunden individuell festlegen, welche Funktionen, Daten und Prozesse in der eigenen Umgebung vorgehalten werden. VertiGIS-Kunden können somit flexibel wählen. „Neue Datenmodelle, mobile Anwendungen und KI-gesteuerte Funktionen verwandeln digitale Zwillinge und GIS-Lösungen in leistungsstarke Systeme“, sagt Millen.
Dies beschreibt die dritte wichtige Ebene des durch VertiGIS Neo unterstützten transformativen Prozesses: die grundlegende Neugestaltung von Unternehmensprozessen. Damit eröffnet das Unternehmen seinen Kunden, den individuellen Weg in die Zukunft der KI-gestützten Anwendungslandschaft zu gehen.
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